Zerolab

Zurück

Reduktion der Tierbestandszahlen auf ein klimaverträgliches Maß

Markus_Sailer (Admin) Markus_Sailer (Admin)  •  2021-01-24  •    65 Kommentare  • 
Photo: Max Saeling, Unsplash
Photo: Max Saeling, Unsplash

Tierhaltung und Klima

Zwei Drittel aller Treibhausgas-Emissionen der Landwirtschaft sind direkt oder indirekt auf die Haltung von Nutztieren, vor allem der Rinderhaltung, zurückzuführen. (1)  Verringern wir die Tierbestände auf ein klimaverträgliches Maß (2), leistet das einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. 

Die Maßnahme: separater Emissionshandel für landwirtschaftliche Tierprodukte

Das 1,5-Grad-Gesetzespaket sieht vor, dass Deutschland sich für einen separaten Emissionshandel für landwirtschaftliche Tierprodukte einsetzt – und zwar auf europäischer Ebene, um einen Verlagerungseffekt zu vermeiden. Das verarbeitende Gewerbe (Schlachthöfe, Molkereien etc.) wäre dann verpflichtet, Emissionsberechtigungen zu erwerben. Die Anzahl der Nutztiere wäre nach oben hin gedeckelt.  Die Zurechnung der THG-Emissionen auf Erzeugnisse erfolgt pauschaliert, allerdings werden bei der Vergabe Haltungsart (3), nationale Herkunft und Klimaschädlichkeit des Produktes berücksichtigt. Ein solcher Emissionshandel stellt gegenüber einer Flächenbindung einen weniger großen Einschnitt in die Agrarstrukturen dar und ist daher ein kosteneffizienterer Transformationsweg. (4) Da Berechtigungen je nach Tierart und Haltungsform differenziert werden, werden tier- und klimafreundliche Haltungsformen begünstigt. (5) 

Diskutiere unten in den Kommentaren

Welche Chancen bieten die hier vorgestellten Maßnahmen für den Wandel zu einer klimaneutralen Gesellschaft? Welche Herausforderungen müssen berücksichtigt werden?

Kommentare (65)


Sie müssen sich anmelden oder registrieren, um einen Kommentar zu hinterlassen.
  • Marleutertin

    Ist nicht auch ein wesentliches Problem in der Rinderhaltung, dass die hochgezüchteten Tiere die Milchleistung nur erreichen können, da diese Mais und Soja als Futter bekommen, obwohl diese Pflanzen eigentlich nicht auf dem Speiseplan von Rindern stehen. Hierdurch werden die Schadstoffemissionen drastisch erhöht. Dass auf Grund von Kreuzfeld-Jakob und BSE kein Tiermehl verfüttert werden darf könnte beschlossen werden. Dass zur Rettung des Klima nur noch Gras (und Pflanzen die die Tiere natürlicher Weise fressen) gefüttert werden darf muss doch ebenfalls möglich sein. Auch das wird den Milchpreis erhöhen... Aber das würde sich richtig lohnen.

      • Torben

        Hohe Milchleistungen sind keinesfalls an Soja oder Mais gebunden. Eine Ration aus Gras, Kleegras oder Luzerne als Grundfutter mit Lupinen, Ackerbohnen und Getreide als Kraftfutter kann ohne weiteres die selbe hohe Leistung erbringen.
        Zu bedenken ist hier ebenfalls, dass eine Kuh Treibhausgase nicht in Abhängigkeit seiner Leistung abgibt. Zwei Kühe mit einer Laktationsleistung a 9000 Liter Produzieren pro Liter weniger Treibhausgase als drei Kühe a 6000 Liter Leistung.
        Der größte Hebel ist hier die Lebensleitung.

          • Michaela

            Das ist schon richtig, aber insgesamt ist die Kuh, die ihre Leistung v.a. aus Dauergründland generiert, die Umweltfreundlichste, da sie damit auch kein Nahrungs-Konkurrent für den Menschen ist. Ackerfutter (sprich Stickstoffsammelnde Pflanzen wie Klee-Arten), das ja auch zur Boden-Düngung im Bio-Landbau dient, ist aber natürlich auch gut, weil notwendig, auch für die bessere Milchleistung.

            Keine Bewertungen  |  Ich stimme zu 0 Ich stimme nicht zu 0
            Keine Antworten
  • Dieser Kommentar wurde gelöscht

      • Lucky

        Das sehe ich genauso. Wir müssen dringend weg von der stark subventionierten Landwirtschaft und der Massentierhaltung. Das System ist einfach nur krank und ethisch, bzw. moralisch nicht mehr länger vertretbar. Es kann nicht sein das sich die grossen Betriebe ohne irgendwelche Auflagen den größten Anteil der Subventionen einverleiben und die kleinen Öko-, bzw. BIO Bauern das Nachsehen haben. Die Subventionen müssen an strikte Auflagen gebunden werden. Tierische Produkte sollten nicht mehr als "system relevant" für die Ernährung eingestuft werden, d. h.die Mengen sind in den nächsten Jahren sukzessive runterzufahren. Stattdessen muss auf eine ökologische Landwirtschaft ohne Einsatz von Chemie und Gülle umgestellt werden. Das es auch anders geht zeigen uns gerade eine wachsende Zahl von Bauern in der Schweiz (Hafer statt Milch, bzw. ernten statt melken) die auf eine vegane Landwirtschaft umgestellt haben, Tendenz steigend..

        Keine Antworten
      • Sabine (Moderatorin)

        Grüße Dich Jens,
        Dein Kommentar entsprach leider nicht den Richtlinien der Netiquette von ZeroLab.
        Daher haben wir diesen Beitrag gelöscht.
        Wenn wir weitere Kommentare von Dir erhalten, die gegen unsere Netiquette verstoßen, werden wir Dich als Nutzer*in von dieser Plattform verbannen müssen.
        Vielen Dank für Dein Verständnis.
        Wir freuen uns auf konstruktive Beiträge von Dir.
        Hier findest Du unsere Netiquette: https://beteiligung.germanzero.org/netiquette
        Dein ZeroLab-Moderationsteam
        .....................
        Ich füge hier eine korrigierte Version Deines Kommentars ein, OK?
        Zitat:
        Eine Reduktion des Fleisch- und Tierprodukte-Konsums ist unumgänglich für eine klimaverträgliche Landwirtschaft. Ich glaube aber nicht, dass dies durch Verbote durchsetzbar wäre.

        Es würde aber schon reichen, wenn Tierhaltung, insbesondere Massentierhaltung, nicht mehr gefördert und subventioniert wird. Derzeit fußt das ganze Landwirtschaftssystem noch viel zu stark auf Subventionen für Riesenbetriebe und Massenhaltung, auch aus der EU.
        Produktion und Import von Lebensmitteln sollte stattdessen eine durchgeführte Klima-Kompensation nachweisen (z.B. Einfangen der Methanemissionen der Rinder im Stall) oder eine wirksame Emissionssteuer bezahlen. Hierbei sollten auch indirekte Emissionen berücksichtigt werden. Das würde dann vermutlich bei Rindfleisch und Sojafutter zu höheren Preisen führen und ganz automatisch Alternativen auf dem Markt erzeugen. Dann gibt es kein 500g-Schnitzel für €1,99 mehr bei Discountern, und genau das ist ja auch das Ziel.

        Lasst Fleisch endlich das kosten, was es *wirklich* kostet! Dann brauchen wir keine künstlichen Deckel mehr.
        Zitat-Ende

      • Caroline (Moderatorin)

        Die Emissionssteuer, die du ansprichst, ist in den Thesen von GermanZero vorgesehen. Unser Vorschlag ist eine Pauschale, die sich allerdings zusätzlich an der Haltungsart, Herkunft und Klimaschädlichkeit des "Produkts" orientiert. Auch die Aufhebung der vergünstigen Mehrwertsteuer auf tierische Produkte würde deutlich deren Preis ändern und voraussichtlich den Fleischkonsum verringern.
        Eine andere Möglichkeit wäre aber auch eine Reduktion eben durch flächengebundene Tierhaltung; einzuhaltende Vorgaben könnten an Baugenehmigungen gekoppelt werden, natürlich mit einer Übergangsfrist. Dadurch könnten auch u.a. Anbauflächen für die pflanzliche Lebensmittelproduktion oder erneuerbare Energiegewinnung entstehen.

          • Avatar moderator
            Moderator*in #33  •  2021-02-16 12:10:03

            Klimaverträglich sind 1,5 Großvieheinheiten pro Hektar in reiner Weidehaltung.

            Dann wird mehr CO2 durch Humusaufbau im Boden gebunden als CO2e durch Methan emittiert wird, allerdings nur bezogen auf 100 Jahre. Wie die Gesamtrechnung bei Methan CO2 equivalent 84 auf 20 Jahre aussieht, weiß ich gerade nicht.

            Keine Bewertungen  |  Ich stimme zu 0 Ich stimme nicht zu 0
            Keine Antworten
          • Luka (Moderatorin)

            Genau genommen ist es keine Steuer, sondern ein Zertifikatehandel. Bei einer Steuer setzt der Staat eine Abgabe von x Prozent fest. Bei einem Zertifikatehandel verpflichtet der Staat die Akteure Emissionszertifikate zu kaufen und begrenzt die Anzahl an Zertifikaten. Da das Angebot begrenzt ist, bestimmt die Nachfrage jetzt den Preis der Zertifikate.
            Der Vorteil gegenüber der Steuer ist dabei, dass der Staat nicht die folgende Rechnung aufmachen muss: wir wollen nur noch x Treibhausgase, und wir vermuten, dass bei einer Steuer von x die Emissionen sinken sollten. Denn bei der Rechnung besteht das Risiko, dass die Steuer zu hoch oder niedrig ist.
            Hier noch mal erklärt:
            https://www.bmu.de/themen/klima-energie/klimaschutz/emissionshandel/

            Keine Bewertungen  |  Ich stimme zu 0 Ich stimme nicht zu 0
            Keine Antworten
  • Torben

    Ebenfalls sollte besonders die Kuh nicht als Klimakiller betrachtet werden. In einem Fachbuch zur regenerativen Landwirtschaft steht ein wunderbar passender Satz dazu: „It’s not the cow, it’s the how”. Unsere Kühe müssen während der Weidesasion runter vom Beton. Hier würde schon eine Reduktion der Gülleemissionen stattfinden. Denn erst bei der Mischung von Harn und Kot werden Treibhausgase frei. Kühe können auf der Weide einen Anteil zum Klimaschutz leisten, indem durch ihren Kot und runtergetretenes organisches Material alle Ausgangsmaterialien zur Bildung von Humus gegeben sind. Und Humus I’m Boden ist bekanntlich ein größerer Kohlenstoffspeicher als unsere Wälder. Eine Vorrednerin sprach schon vom hollistischen Weidemanagment. Hier steckt sicherlich noch viel Potenzial.

    Die Ackerfläche in Deutschland würde reichen, um unsere Tiere ebenfalls mit Eiweißkomponenten zu versorgen. Hier sind wir aber wieder beim Erzeugerpreis. Weizen hat einfach einen besseren Deckungsbeitrag als beispielsweise Lupinen. Ebenfalls ein größer Hebel, um mehr Diversität zu schaffen.

    Ich könnte hier noch einiges mehr ausführen, habe allerdings jetzt schon langsam das Gefühl, dass es etwas undurchsichtig wird. Ich denke aber, dass die Landwirtschaft keine zusätzlichen Steuern, Gebühren oder Ähnliches verändern werden. Hier muss vom Grund auf etwas verändert werden.

    Und ein kleiner O-Ton noch zum Ende: Bei großen Betrieben wird oft von industrieller Landwirtschaft gesprochen. Viele der großen Betriebe, gehören auch Industriellen.

      • Uwe Brauer

        Aus Klima Sicht ist gegen Weidehaltung von 1,5 Kühen pro Hektar nichts einzuwenden, hat sogar eine positive CO2e Bilanz. Aber nur mit Rauhfutter, kein extra Anbau von Futterpflanzen. Futter- und Energiepflanzen Monokulturen mit Gift, Gülle und Kunstdünger sind Schuld am Artensterben und Ursache erheblicher CO2e (Lachgas, Methan, ...).

        Letztendlich muss der Nutztierbestand bei reienr Weidehaltung auf ein Zehntel reduziert werden und damit auch entsprechend den Fleisch und Milchkonsum, denn der Import der Mindermengen ist keine Option.

        Ich bin hauptsächlich aus Klimaschutz Gründen Veganer geworden.

        Keine Antworten
      • Sabine (Moderatorin)

        Hallo Torben, das ist so sehr interessant!
        Das hier wusste ich z.B. nicht "Hier würde schon eine Reduktion der Gülleemissionen stattfinden. Denn erst bei der Mischung von Harn und Kot werden Treibhausgase frei. " Hast Du Literatur dazu, die Du uns an zerolab@germanzero.de schicken könntest? Beziehe Dich einfach auf den Titel dieser Diskussion. Wir würden uns darüber freuen!
        .....................
        Übrigens... Hoffentlich hast Du Deine Benachrichtigungen auf "Mein Konto" so eingestellt, dass diese Plattform jedes Mal eine eMail schickt, wenn Jemand auf einen Kommentar von Dir antwortet *zwinkerblick*
        Wir freuen uns auf viele Beiträge von Dir!
        Dein Moderations-Team von ZeroLab

        Keine Bewertungen  |  Ich stimme zu 0 Ich stimme nicht zu 0
        Keine Antworten
  • Torben

    Moin,
    Ich denke, die Probleme in der Landwirtschaft sind derart vielschichtig, dass hier die Probleme von der Wurzel an beachtet werden müssen.
    Dies beginnt mit der Ausbildung. Sowohl in der Berufsschule als auch im Studium wird einem mitgegeben, mehr Ertrag ist auch gleich mehr Geld im Portmonee. Dies gilt für Milch, Getreide, tägliche Zunahmen und und und. Hier müssen auch andere Wege aufgetan werden.
    Dies wird alles gemacht, damit ein auskömmliches Einkommen für die Familie und sich selbst generiert wird. Unterm Strich sollte bei jeder Maßnahme, die ergriffen wird, ein vernünftiges Einkommen für den Landwirten über bleiben. Sprich Spottpreise für Lebensmittel sind in dem Zusammenhang nicht mehr möglich.

    Eine Reduktion der Tierbestände ist sicherlich eine Möglichkeit zur Reduktion von Treibhausgasen. Auf der anderen Seite steht ein erhöhter Energiebedarf zur Herstellung von Düngemitteln. Denn ob ökologisch oder konventionell, Pflanzen haben immer einen Nährstoffbedarf. Weltweit werden immerhin 1,4% des Energiebedarfs in der Düngemittelproduktion verwendet.
    Sicherlich ist eine gewisse Reduktion des Tierbestandes, welche in den letzten Jahrzehnten auch so statt fand, sinnvoll und notwendig, doch ist meiner Meinung nach eine Verteilung der Tiere innerhalb Deutschlands deutlich sinnvoller. Es gibt Landkreise mit weniger als 0,5GV (Großvieheinheiten) und Kreise mit mehr als 3GV. Die Ausscheidungen der Tiere sollten daher nicht als Abfall angesehen werden, sondern als wirksames Düngemittel. Wenn Mist/Gülle/Kompost eingesetzt werden kann, muss kein mineralischer Dünger verwendet werden. Dies gilt ebenfalls für konventionell und ökologisch wirtschaftende Betriebe.
    Unterm Strich sollte eine Reduktion der Tierbestände vor allem zu Gunsten des Anbaus von Gemüse und Obst stattfinden, denn hier ist der Selbstversorgungsgrad in Deutschland gering. Wobei wir dann wieder zu auskömmlichen Erzeugerpreisen kommen.

  • Christoph Droste

    Ähnlich wie bei der Stickstoffüberschussabgabe würde ich hier für eine Abgabe an einem Ende der Lieferkette plädieren. Warum sollte das gerade in der Mitte der Kette geschehen. Beim Bauern wäre es vermutlich einfacher zu regeln, weil der über die EU eh schon reglementiert ist (langfristig ist das vielleicht überflüssig, wenn europaweit die Randbedingungen abgestimmt korrigiert werden). Andererseits könnte auch eine deutlich höhere Mehrwertsteuer (besser als CO2-Steuer ausgewiesen) auf Fleischprodukte dem Kunden unmittelbar verdeutlichen, dass hier ein Problem besteht. Alle solche Maßnahmen müssen mit entsprechenden Zollvereinbarungen einhergehen, solange es keine EU-weiten bzw. weltweiten Regeln gibt.

  • Hagen

    Entscheidend für eine erfolgreiche Agrar- und Ernährungswende werden folgende Punkte sein:
    1.: Tierprodukte müssen deutlich teurer als entsprechende pflanzliche Alternativen sein. Sobald wir an diesen Punkt kommen, werden Angebot und Qualität sprunghaft nach oben schnellen.
    2.: Wir brauchen mehr pflanzliche Proteinquellen auf den Feldern der EU, wie etwa Soja, Ackerbohnen, Lupinen, Erbsen, Hafer, Sonnenblumen, Raps usw., denn nur so können wir ausreichende Mengen an Pflanzenfleisch produzieren.
    3.: Für freiwerdendes Grasland brauchen wir ebenfalls neue Geschäftsmodelle. Hier wäre denkbar:
    a.) Die Flächen werden vom Staat übernommen (abgekauft) und dann renaturiert / aufgeforstet, um CO2-Senken zu schaffen und das Artensterben zu stoppen.
    b.) Die Landwirte forsten selber auf, entweder als Nutzwald, der dann aber auch entsprechend wie Grasland bezuschusst wird, oder um CO2-Senken zu schaffen, für die wir dann entsprechende CO2-Zertifikate ausgeben sollten.
    c.) Wir heben das Umbruchverbot auf, damit Grasland wieder beackert werden kann. Das macht durchaus Sinn, sofern wir diese Umnutzung an gewisse Regeln koppeln, etwa den Anbau von Leguminosen zur Pflanzenfleischproduktion.
    d.) Wir heben das Verbot, dort PV-Anlagen zu errichten, auf, denn dann könnten solche Wiesen weiterhin den Insekten nutzen und trotzdem Geld erwirtschaften - und nebenbei noch die Energiewende beschleunigen!
    4.: Die Einführung einer Handelsklasse 3 ist notwendig, denn über diese könnten unförmige Früchte vermarktet werden, die heute im Müll oder Tierfutter landen.
    5.: Mais anzubauen, um dann über die Biogasanlage mit diesem Ökostrom zu erzeugen, muss verboten werden! Biogasanlagen sind sinnvoll, sofern dort wirklich nur Abfälle vergoren werden.
    6.: Wir brauchen auch Lösungen für andere Feldfrüchte, die aktuell nur als Tierfutter dienen. So gibt es seit kurzem die Möglichkeit aus Rapsschrot Pflanzenproteinisolat herzustellen. Ähnliches brauchen wir auch für Futterweizen, Ackerbohnen usw..

      • Hagen

        Unterpunkte werden dann werden:
        - Die Einführung eines Kompostierungssystems zur Herstellung pflanzlicher Dünger.
        - Importverbote für Tierprodukte, damit nicht durch die Hintertür brasilianisches Rindfleisch im Supermarkt landet.
        - Einführung der o.g. Maßnahmen auf EU-Ebene.
        - Änderung der Förderrichtlinien, also weg von den Flächenprämien.
        ----
        Bis wir soweit sind, würde zudem ein Ausbringverbot für Gülle Sinn machen. Aktuell enthält diese praktisch immer multiresistente Bakterien und Antibiotika. Wenn ein Bauer mit Gülle / Mist düngen will, sollte diese zuvor von Fachfirmen aufgearbeitet werden.
        Hier bräuchten wir also ein professionelles Entsorgungssystem, welches dann aus der entsorgten Gülle hochwertigen Dünger in Granulatform herstellen könnte.

        Keine Bewertungen  |  Ich stimme zu 0 Ich stimme nicht zu 0
        Keine Antworten