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Reduktion der Tierbestandszahlen auf ein klimaverträgliches Maß

GermanZero GermanZero  •  2021-01-24  •    99 Kommentare  • 
Photo: Max Saeling, Unsplash
Photo: Max Saeling, Unsplash

Tierhaltung und Klima

Zwei Drittel aller Treibhausgas-Emissionen der Landwirtschaft sind direkt oder indirekt auf die Haltung von Nutztieren, vor allem der Rinderhaltung, zurückzuführen. (1)  Verringern wir die Tierbestände auf ein klimaverträgliches Maß (2), leistet das einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. 

Die Maßnahme: separater Emissionshandel für landwirtschaftliche Tierprodukte

Das 1,5-Grad-Gesetzespaket sieht vor, dass Deutschland sich für einen separaten Emissionshandel für landwirtschaftliche Tierprodukte einsetzt – und zwar auf europäischer Ebene, um einen Verlagerungseffekt zu vermeiden. Das verarbeitende Gewerbe (Schlachthöfe, Molkereien etc.) wäre dann verpflichtet, Emissionsberechtigungen zu erwerben. Die Anzahl der Nutztiere wäre nach oben hin gedeckelt.  Die Zurechnung der THG-Emissionen auf Erzeugnisse erfolgt pauschaliert, allerdings werden bei der Vergabe Haltungsart (3), nationale Herkunft und Klimaschädlichkeit des Produktes berücksichtigt. Ein solcher Emissionshandel stellt gegenüber einer Flächenbindung einen weniger großen Einschnitt in die Agrarstrukturen dar und ist daher ein kosteneffizienterer Transformationsweg. (4) Da Berechtigungen je nach Tierart und Haltungsform differenziert werden, werden tier- und klimafreundliche Haltungsformen begünstigt. (5) 

Diskutiere unten in den Kommentaren

Welche Chancen bieten die hier vorgestellten Maßnahmen für den Wandel zu einer klimaneutralen Gesellschaft? Welche Herausforderungen müssen berücksichtigt werden?

Kommentare (99)

Für den Sektor "Landwirtschaft, Landnutzung und Ernährung" haben wir die Kommentierung beendet.
Die Ergebnisse der Auswertung sind hier zu finden:
https://beteiligung.germanzero.org/Ergebnisse_LW

  • Marleutertin

    Ist nicht auch ein wesentliches Problem in der Rinderhaltung, dass die hochgezüchteten Tiere die Milchleistung nur erreichen können, da diese Mais und Soja als Futter bekommen, obwohl diese Pflanzen eigentlich nicht auf dem Speiseplan von Rindern stehen. Hierdurch werden die Schadstoffemissionen drastisch erhöht. Dass auf Grund von Kreuzfeld-Jakob und BSE kein Tiermehl verfüttert werden darf könnte beschlossen werden. Dass zur Rettung des Klima nur noch Gras (und Pflanzen die die Tiere natürlicher Weise fressen) gefüttert werden darf muss doch ebenfalls möglich sein. Auch das wird den Milchpreis erhöhen... Aber das würde sich richtig lohnen.

      • Torben

        Hohe Milchleistungen sind keinesfalls an Soja oder Mais gebunden. Eine Ration aus Gras, Kleegras oder Luzerne als Grundfutter mit Lupinen, Ackerbohnen und Getreide als Kraftfutter kann ohne weiteres die selbe hohe Leistung erbringen.
        Zu bedenken ist hier ebenfalls, dass eine Kuh Treibhausgase nicht in Abhängigkeit seiner Leistung abgibt. Zwei Kühe mit einer Laktationsleistung a 9000 Liter Produzieren pro Liter weniger Treibhausgase als drei Kühe a 6000 Liter Leistung.
        Der größte Hebel ist hier die Lebensleitung.

          • Michaela

            Das ist schon richtig, aber insgesamt ist die Kuh, die ihre Leistung v.a. aus Dauergründland generiert, die Umweltfreundlichste, da sie damit auch kein Nahrungs-Konkurrent für den Menschen ist. Ackerfutter (sprich Stickstoffsammelnde Pflanzen wie Klee-Arten), das ja auch zur Boden-Düngung im Bio-Landbau dient, ist aber natürlich auch gut, weil notwendig, auch für die bessere Milchleistung.

              • Torben

                Die Kuh ist ein Polygastrier. Sprich im Endeffekt füttern wir nicht die Kuh, sondern Pansenmikroben. Bei reiner Grasfütterung wird der Ammoniak-Ausstoß deutlich steigen, da mehr Stickstoff wieder ausgeschieden wird. Hier bedarf es aus Fütterungs- und Umweltsicht einer Energiequelle, um den Stickstoffverlust zu minimieren.

                Leguminosen werden auch in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt bzw. angebaut. Dennoch stellen Leguminosen nur eine Stickstoffquelle da. Fehlen noch Kali, Phosphor, Magnesium, Bor, ... Dazu sollten Leguminosen aus pflanzenbaulicher Sicht nur alle fünf bis sechs Jahre angebaut werden (Gemenge ausgenommen). Somit sind diese auch kein Allheilmittel. Das sinnvollste ist aus meiner Sicht eine Hauptkultur (bspw. Für den menschlichen Verbrauch) mit anschließender Zwischenfrucht und Beweidung zur Auffüllung von Bodennährstoffen. Ich glaube kaum, dass eine Landwirtschaft ohne Tiere nachhaltig funktionieren kann. Auch unter dem Aspekt, dass die weltweiten Reserven für Kali oder Phosphor „nur noch“ 300 Jahre reichen.

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      • Timm

        Das ist so nicht ganz richtig. Leistung bedeutet ja im Prinzip aus einer zugeführten Menge Energie einen möglichst hohen Output an Energie zu schaffen. Natürlich erreichen die "Hochleistungskühe" die Leistung nur durch die Zufuhr einer hohen Menge an Energie. Das sit aber nichts schlechtes, im Gegenteil. Alte Rassen wären im Prinzip zur Produktion der gleichen Menge an Milch weitaus klimaschädlicher, da sie sehr viel ineffizienter wären. Die Züchtung hat in dieser Hinsicht also eine immense Leistung vollbracht.

          • Sabine (Moderatorin)

            Guten Morgen, Timm,
            vielen Dank für Deinen Beitrag! Wie siehst Du den Unterschied zwischen dem klimatischen Fußabdruck einer "alten Rasse" und einer gezüchteten Hochleistungskuh?
            Hast Du eventuell Unterlagen zu den klimatischen Vorteilen von Hochleistungskühen?
            Wie ist es um das Tierwohl dieser Kühe bestellt?
            Vielen Dank für Deine Beiträge!
            Sabine

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          • Sabine (Moderatorin)

            Lieber Timm,
            Du hast sicher auf dieser Seite https://beteiligung.germanzero.org/ gesehen, wie der Werdegang der Ideen ist, die mit vielen Fachleuten bei GermanZero zu einem Gesetzesentwurf entwickelt werden. Für das Thema „Landwirtschaft“ schließen wir heute die dritte von vier Stufen ab. Wir haben – auch Dank Deiner Beiträge und Stimmen – nun viel Material bekommen, das wir mit unseren Fachleuten für die nächste Stufe „Übersetzung in Gesetzestexte“ aufarbeiten werden.

            Ab Morgen fangen wir mit dem Thema „Energie“ an. Sicher hast Du hierfür auch richtig gute Ideen, die uns auf unserem Weg zum Ziel weiterbringen.
            Hoffentlich hast Du bei „Mein Konto“ die Häkchen so gesetzt, dass Du eine Benachrichtigung vom ZeroLab bekommst, wenn es Antworten zu Deinen Beiträgen gibt.
            Ach ja… und es ist sicher immer wieder gut, den Spam-Ordner zu besuchen, um zu sehen, ob nicht eine Nachricht vom ZeroLab aus Versehen dort gelandet ist…

            Bis hierhin vielen Dank an Dich!
            Wir freuen uns auf weitere Beiträge und wertvolle Ideen von Dir!
            Dein ZeroLab-ModerationsTeam

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      • Sabine (Moderatorin)

        Guten Morgen, Marleuterin,
        hoffentlich hast Du bei "Mein Konto" die Häkchen so gesetzt, dass Du eine Benachrichtigung bekommst, wenn andere Nutzer*innen auf Deinen Kommentar reagieren *zwinkerauge*
        Hast Du gesehen, was Timm gestern schrieb?
        Hast Du eventuell Unterlagen, die uns die klimatischen Vor- und Nachteile der beiden Futterarten aufzeigen?
        Wenn Du keine Links schicken kannst, sende die Unterlagen als pdf an zerolab@germanzero.org
        Vielen lieben Dank für weitere Beiträge
        Sabine

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  • Torben

    Ebenfalls sollte besonders die Kuh nicht als Klimakiller betrachtet werden. In einem Fachbuch zur regenerativen Landwirtschaft steht ein wunderbar passender Satz dazu: „It’s not the cow, it’s the how”. Unsere Kühe müssen während der Weidesasion runter vom Beton. Hier würde schon eine Reduktion der Gülleemissionen stattfinden. Denn erst bei der Mischung von Harn und Kot werden Treibhausgase frei. Kühe können auf der Weide einen Anteil zum Klimaschutz leisten, indem durch ihren Kot und runtergetretenes organisches Material alle Ausgangsmaterialien zur Bildung von Humus gegeben sind. Und Humus I’m Boden ist bekanntlich ein größerer Kohlenstoffspeicher als unsere Wälder. Eine Vorrednerin sprach schon vom hollistischen Weidemanagment. Hier steckt sicherlich noch viel Potenzial.

    Die Ackerfläche in Deutschland würde reichen, um unsere Tiere ebenfalls mit Eiweißkomponenten zu versorgen. Hier sind wir aber wieder beim Erzeugerpreis. Weizen hat einfach einen besseren Deckungsbeitrag als beispielsweise Lupinen. Ebenfalls ein größer Hebel, um mehr Diversität zu schaffen.

    Ich könnte hier noch einiges mehr ausführen, habe allerdings jetzt schon langsam das Gefühl, dass es etwas undurchsichtig wird. Ich denke aber, dass die Landwirtschaft keine zusätzlichen Steuern, Gebühren oder Ähnliches verändern werden. Hier muss vom Grund auf etwas verändert werden.

    Und ein kleiner O-Ton noch zum Ende: Bei großen Betrieben wird oft von industrieller Landwirtschaft gesprochen. Viele der großen Betriebe, gehören auch Industriellen.

      • Babette (Moderatorin)

        Moin Torben, das sind interessante Aspekte. Kannst Du uns Quellen nennen, z.B. das von Dir erwähnte Fachbuch?

          • Torben

            Hallo Babette,
            das Buch heißt „Aus toten Boden wird fruchtbare Erde“ von Gabe Brown.
            Den Teil mit der Ausbildung habe ich selbst beschritten. Ich bin Landwirt und betreibe mit meinem Vater einen Hof am Stadtrand von Hamburg. Da hat sich in den letzten Jahren auch etwas an Wissen zusammengetragen.
            Hinsichtlich Deckungsbeiträgen kann ich daher aus der Praxis berichten.
            Ich sehe gerade, dass mir ein Fehler bei den Gülleemissionen unterlaufen ist. Harn und Kot emittieren natürlich auch ohne eine Mischung, aber emittieren bei einer Mischung deutlich stärker. Zu finden sind Zahlen beim Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL). Beim KTBL lässt sich insgesamt viel finden.
            Das Thünen-Institut hat 2018 ein Papier zur klimafreundlichen Landwirtschaft herausgegeben. Da sind Zahlen zur Kohlenstoffbindung zu finden.

            Wenn im Bereich der Landwirtschaft bei eurem Projekt noch etwas Know-how benötigt wird, dann möchte ich gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten helfen. Im letzten Jahr haben wir auf etwa 0,5 Hektar eine Wildmischung angesät und es ist faszinierend zu sehen, wie die Natur selbst nun im Winter davon zehrt. Hiervon braucht es meiner Meinung nach mehr.

              • Babette (Moderatorin)

                Vielen Dank für die ausführliche Antwort und für Dein Angebot der Mitarbeit! Deine Kenntnisse und Erfahrungen als Landwirt sind wertvoll und wichtig für unsere Arbeit.

                  • Michaela

                    Hallo Babette, zu dem Thema kann ich auch das Buch von Anita Idel, Tierärztin, empfehlen. Es heißt: "Die Kuh ist kein Klimakiller", und ich habe schon etliche Exemplare davon weitergegeben, da sie sehr schön erklärt, wie es sich mit dem Grünland, der Wiederkäuerhaltung, und der CO2-Bindung im Grünland verhält. Das Buch gibt es schon seit 2010 und ich warte schon sehr lange drauf, daß die Kühe endlich einen besseren Ruf kriegen... Ich bin selber Milchbäuerin mit 40 Kühen im Grünlandgebiet, und wir können nur vom Betrieb existieren, weil wir in einer Nische sitzen (Heumilch). Das Problem mit Nischen ist aber, daß sie nicht die Lösung für alle sind...

                      • Avatar moderator
                        Moderator*in #30  •  2021-03-04 10:30:44

                        Hallo Michaela, Danke für den interesssanten Buchtipp! Die Massentierhaltung im Stall ist ein riesiges Problem nicht nur für das Klima. Oft wird dann pauschal die Tierhaltung insgesamt verantwortlich gemacht, das ist natürlich nicht sachgerecht. Als wichtigen Aspekt halte ich fest, dass wir nicht allein über die Reduktion der Tierbestände, sondern zugleich auch über die Haltungsbedingungen der verbleibenden Tiere reden und dafür verbindliche Regelungen finden müssen.
                        Viele Grüße
                        Babette

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                      • Babette (Moderatorin)

                        Hallo Michaela,
                        Du hast sicher auf dieser Seite https://beteiligung.germanzero.org/ gesehen, wie der Werdegang der Ideen ist, die mit vielen Fachleuten bei GermanZero zu einem Gesetzesentwurf entwickelt werden. Für das Thema „Landwirtschaft“ schließen wir heute die dritte von vier Stufen ab. Wir haben – auch Dank Deiner Beiträge und Stimmen – nun viel Material bekommen, das wir mit unseren Fachleuten für die nächste Stufe „Übersetzung in Gesetzestexte“ aufarbeiten werden. Ab Morgen fangen wir mit dem Thema „Energie“ an. Sicher hast Du hierfür auch richtig gute Ideen, die uns auf unserem Weg zum Ziel weiterbringen. Hoffentlich hast Du bei „Mein Konto“ die Häkchen so gesetzt, dass Du eine Benachrichtigung vom ZeroLab bekommst, wenn es Antworten zu Deinen Beiträgen gibt. Ach ja… und es ist sicher immer wieder gut, den Spam-Ordner zu besuchen, um zu sehen, ob nicht eine Nachricht vom ZeroLab aus Versehen dort gelandet ist… Bis hierhin vielen Dank an Dich! Wir freuen uns auf weitere Beiträge und wertvolle Ideen von Dir! Dein ZeroLab-ModerationsTeam

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      • Uwe Brauer

        Aus Klima Sicht ist gegen Weidehaltung von 1,5 Kühen pro Hektar nichts einzuwenden, hat sogar eine positive CO2e Bilanz. Aber nur mit Rauhfutter, kein extra Anbau von Futterpflanzen. Futter- und Energiepflanzen Monokulturen mit Gift, Gülle und Kunstdünger sind Schuld am Artensterben und Ursache erheblicher CO2e (Lachgas, Methan, ...).

        Letztendlich muss der Nutztierbestand bei reienr Weidehaltung auf ein Zehntel reduziert werden und damit auch entsprechend den Fleisch und Milchkonsum, denn der Import der Mindermengen ist keine Option.

        Ich bin hauptsächlich aus Klimaschutz Gründen Veganer geworden.

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      • Sabine (Moderatorin)

        Hallo Torben, das ist so sehr interessant!
        Das hier wusste ich z.B. nicht "Hier würde schon eine Reduktion der Gülleemissionen stattfinden. Denn erst bei der Mischung von Harn und Kot werden Treibhausgase frei. " Hast Du Literatur dazu, die Du uns an zerolab@germanzero.de schicken könntest? Beziehe Dich einfach auf den Titel dieser Diskussion. Wir würden uns darüber freuen!
        .....................
        Übrigens... Hoffentlich hast Du Deine Benachrichtigungen auf "Mein Konto" so eingestellt, dass diese Plattform jedes Mal eine eMail schickt, wenn Jemand auf einen Kommentar von Dir antwortet *zwinkerblick*
        Wir freuen uns auf viele Beiträge von Dir!
        Dein Moderations-Team von ZeroLab

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      • Lucky

        Das sehe ich genauso. Wir müssen dringend weg von der stark subventionierten Landwirtschaft und der Massentierhaltung. Das System ist einfach nur krank und ethisch, bzw. moralisch nicht mehr länger vertretbar. Es kann nicht sein das sich die grossen Betriebe ohne irgendwelche Auflagen den größten Anteil der Subventionen einverleiben und die kleinen Öko-, bzw. BIO Bauern das Nachsehen haben. Die Subventionen müssen an strikte Auflagen gebunden werden. Tierische Produkte sollten nicht mehr als "system relevant" für die Ernährung eingestuft werden, d. h.die Mengen sind in den nächsten Jahren sukzessive runterzufahren. Stattdessen muss auf eine ökologische Landwirtschaft ohne Einsatz von Chemie und Gülle umgestellt werden. Das es auch anders geht zeigen uns gerade eine wachsende Zahl von Bauern in der Schweiz (Hafer statt Milch, bzw. ernten statt melken) die auf eine vegane Landwirtschaft umgestellt haben, Tendenz steigend..

          • Timm

            Lieber/Liebe Lucky,
            woher hast du denn die Fehlinformation erhalten, dass sich größere Betriebe an keinerlei Auflagen halten müssen? Möchtest du wirkliuch wissen, wer die größten Empfänger der EU-Agrarsubventionen sind?
            Hier iene kurze Aufstellung fü 2019:
            1. Landesamt für Umwelt (LfU), Potsdam: 20,0 Mio Euro
            2. Land Mecklenburg-Vorpommern, Ministerium für Landwirtschaft: 10,2 Mio Euro
            3. Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN): 8,6 Mio Euro
            4. Landesbetrieb für Küstenschutz Nationalpark und Meeresschutz: 6,9 Mio Euro
            5. Deich- und Hauptsielverband Dithmarschen: 6,8 Mio Euro
            6. Landesbetr. f. Hochwasserschutz u. Wasserwirtsch. (LHW): 6,7 Mio Euro
            7. Landgard Obst + Gemüse GmbH + Co. KG: 6,2 Mio Euro
            8. Erzeugerorganisation für Obst und Gemüse: 4,3 Mio Euro
            9. Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt: 4,2 Mio Euro
            10. Erzeugergroßmarkt Langförden-Oldenburg eG: 4,1 Mio Euro
            11. Stadt Ahaus: 4,0 Mio Euro
            12. Pfalzmarkt für Obst- und Gemüse eG: 3,9 Mio Euro
            13. Stadt Celle: 3,8 Mio Euro
            14. Elbe-Obst Erzeugerorganisation r.V.: 3,6 Mio Euro
            15. EO Spargel &Beerenfrüchte GmbH: 3,2 Mio Euro

            Alles öffentlich einsehbar. Also daraus lernen wir, die größten Empfänger sind Landesämter für Naturschutz. Natürlich sind auch große Landwirtschaftsbetribe dabei. Aber es ist eine absolute Fehlinformation, dass die EU-Agrarsubventionen nur an die umweltverpestenden Bauern gezahlt werden. Einen riesen Anteil streichen sich die Umweltämter ein.
            Was moralisch allerdings wirklich nicht mehr vertretbar ist, sind die ständigen Forderungen nach härteren Maßnahmen, von Leuten, die garkeine Ahnung haben. Haben Sie schonmal irgendwo eine ökologisch Landwirtschaft ohne Mist und/oder Gülle gesehen? Wo sollen die ihren Dünbger denn sonst herbekommen. Und ja, die spritzen sogar auch Gift auf Ihre Äcker. Das erzählt Euch nur keiner, weil ihr es nicht hören wollt.

          • Sabine (Moderatorin)

            Liebe*r Lucky,
            Du hast sicher auf dieser Seite https://beteiligung.germanzero.org/ gesehen, wie der Werdegang der Ideen ist, die mit vielen Fachleuten bei GermanZero zu einem Gesetzesentwurf entwickelt werden. Für das Thema „Landwirtschaft“ schließen wir heute die dritte von vier Stufen ab. Wir haben – auch Dank Deiner Beiträge und Stimmen – nun viel Material bekommen, das wir mit unseren Fachleuten für die nächste Stufe „Übersetzung in Gesetzestexte“ aufarbeiten werden.

            Ab Morgen fangen wir mit dem Thema „Energie“ an. Sicher hast Du hierfür auch richtig gute Ideen, die uns auf unserem Weg zum Ziel weiterbringen.
            Hoffentlich hast Du bei „Mein Konto“ die Häkchen so gesetzt, dass Du eine Benachrichtigung vom ZeroLab bekommst, wenn es Antworten zu Deinen Beiträgen gibt.
            Ach ja… und es ist sicher immer wieder gut, den Spam-Ordner zu besuchen, um zu sehen, ob nicht eine Nachricht vom ZeroLab aus Versehen dort gelandet ist…

            Bis hierhin vielen Dank an Dich!
            Wir freuen uns auf weitere Beiträge und wertvolle Ideen von Dir!
            Dein ZeroLab-ModerationsTeam

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      • Sabine (Moderatorin)

        Grüße Dich Jens,
        Dein Kommentar entsprach leider nicht den Richtlinien der Netiquette von ZeroLab.
        Daher haben wir diesen Beitrag gelöscht.
        Wenn wir weitere Kommentare von Dir erhalten, die gegen unsere Netiquette verstoßen, werden wir Dich als Nutzer*in von dieser Plattform verbannen müssen.
        Vielen Dank für Dein Verständnis.
        Wir freuen uns auf konstruktive Beiträge von Dir.
        Hier findest Du unsere Netiquette: https://beteiligung.germanzero.org/netiquette
        Dein ZeroLab-Moderationsteam
        .....................
        Ich füge hier eine korrigierte Version Deines Kommentars ein, OK?
        Zitat:
        Eine Reduktion des Fleisch- und Tierprodukte-Konsums ist unumgänglich für eine klimaverträgliche Landwirtschaft. Ich glaube aber nicht, dass dies durch Verbote durchsetzbar wäre.

        Es würde aber schon reichen, wenn Tierhaltung, insbesondere Massentierhaltung, nicht mehr gefördert und subventioniert wird. Derzeit fußt das ganze Landwirtschaftssystem noch viel zu stark auf Subventionen für Riesenbetriebe und Massenhaltung, auch aus der EU.
        Produktion und Import von Lebensmitteln sollte stattdessen eine durchgeführte Klima-Kompensation nachweisen (z.B. Einfangen der Methanemissionen der Rinder im Stall) oder eine wirksame Emissionssteuer bezahlen. Hierbei sollten auch indirekte Emissionen berücksichtigt werden. Das würde dann vermutlich bei Rindfleisch und Sojafutter zu höheren Preisen führen und ganz automatisch Alternativen auf dem Markt erzeugen. Dann gibt es kein 500g-Schnitzel für €1,99 mehr bei Discountern, und genau das ist ja auch das Ziel.

        Lasst Fleisch endlich das kosten, was es *wirklich* kostet! Dann brauchen wir keine künstlichen Deckel mehr.
        Zitat-Ende

          • Jens

            Hallo Sabine,
            diese Reaktion finde ich etwas übertrieben. An meinem Kommentar ist doch weder etwas Illegales, noch etwas Beleidigendes oder sonstwie anstößiges, noch etwas inhaltlich eindeutig falsches auszusetzen.
            So etwas motiviert nicht gerade zu mehr Mitarbeit.
            Danke trotzdem für eine nicht verfremdete "korrigierte" Version meines Kommentars, die Korrektur war ja wirklich trivial.
            Jens

              • Sabine (Moderatorin)

                Hallo Jens,
                Danke Dir für Deine Reaktion. Natürlich ist das nicht motivierend...
                Deshalb habe ich Dir geschrieben, dass mir meine Überreaktion leid tut.
                Sicher findest Du diese Nachricht in Deinem Nachrichten-Postfach. Deshalb poste ich sie hier nicht 1:1.
                Bitte nimm es mir nicht mehr übel. Es ist mir wichtig, dass Menschen wie Du weiterhin wichtige Beiträge melden, weil wir nur zusammen dieses Ziel erreichen können.
                Darf ich bald wieder etwas von Dir lesen?
                Viele Grüße
                Sabine

                  • Jens

                    Hallo Sabine,
                    habe ich - allerdings "zu spät". Alles gut.
                    Ich konnte allerdings deine Nachricht nicht in deinem Profil finden und dir so "privat" antworten.
                    Das mag eine technische Einschränkung der Plattfom sein oder mein Tunnelblick nach 10h Homeoffice mit 2 Kindern. 8-)
                    Liebe Grüße
                    Jens

                      • Sabine (Moderatorin)

                        Lieber Jens,
                        Du hast sicher auf dieser Seite https://beteiligung.germanzero.org/ gesehen, wie der Werdegang der Ideen ist, die mit vielen Fachleuten bei GermanZero zu einem Gesetzesentwurf entwickelt werden. Für das Thema „Landwirtschaft“ schließen wir heute die dritte von vier Stufen ab. Wir haben – auch Dank Deiner Beiträge und Stimmen – nun viel Material bekommen, das wir mit unseren Fachleuten für die nächste Stufe „Übersetzung in Gesetzestexte“ aufarbeiten werden.

                        Ab Morgen fangen wir mit dem Thema „Energie“ an. Sicher hast Du hierfür auch richtig gute Ideen, die uns auf unserem Weg zum Ziel weiterbringen.
                        Hoffentlich hast Du bei „Mein Konto“ die Häkchen so gesetzt, dass Du eine Benachrichtigung vom ZeroLab bekommst, wenn es Antworten zu Deinen Beiträgen gibt.
                        Ach ja… und es ist sicher immer wieder gut, den Spam-Ordner zu besuchen, um zu sehen, ob nicht eine Nachricht vom ZeroLab aus Versehen dort gelandet ist…

                        Bis hierhin vielen Dank an Dich!
                        Wir freuen uns auf weitere Beiträge und wertvolle Ideen von Dir!
                        Dein ZeroLab-ModerationsTeam

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      • Caroline (Moderatorin)

        Die Emissionssteuer, die du ansprichst, ist in den Thesen von GermanZero vorgesehen. Unser Vorschlag ist eine Pauschale, die sich allerdings zusätzlich an der Haltungsart, Herkunft und Klimaschädlichkeit des "Produkts" orientiert. Auch die Aufhebung der vergünstigen Mehrwertsteuer auf tierische Produkte würde deutlich deren Preis ändern und voraussichtlich den Fleischkonsum verringern.
        Eine andere Möglichkeit wäre aber auch eine Reduktion eben durch flächengebundene Tierhaltung; einzuhaltende Vorgaben könnten an Baugenehmigungen gekoppelt werden, natürlich mit einer Übergangsfrist. Dadurch könnten auch u.a. Anbauflächen für die pflanzliche Lebensmittelproduktion oder erneuerbare Energiegewinnung entstehen.

          • Avatar moderator
            Moderator*in #33  •  2021-02-16 12:10:03

            Klimaverträglich sind 1,5 Großvieheinheiten pro Hektar in reiner Weidehaltung.

            Dann wird mehr CO2 durch Humusaufbau im Boden gebunden als CO2e durch Methan emittiert wird, allerdings nur bezogen auf 100 Jahre. Wie die Gesamtrechnung bei Methan CO2 equivalent 84 auf 20 Jahre aussieht, weiß ich gerade nicht.

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          • Luka (Moderatorin)

            Genau genommen ist es keine Steuer, sondern ein Zertifikatehandel. Bei einer Steuer setzt der Staat eine Abgabe von x Prozent fest. Bei einem Zertifikatehandel verpflichtet der Staat die Akteure Emissionszertifikate zu kaufen und begrenzt die Anzahl an Zertifikaten. Da das Angebot begrenzt ist, bestimmt die Nachfrage jetzt den Preis der Zertifikate.
            Der Vorteil gegenüber der Steuer ist dabei, dass der Staat nicht die folgende Rechnung aufmachen muss: wir wollen nur noch x Treibhausgase, und wir vermuten, dass bei einer Steuer von x die Emissionen sinken sollten. Denn bei der Rechnung besteht das Risiko, dass die Steuer zu hoch oder niedrig ist.
            Hier noch mal erklärt:
            https://www.bmu.de/themen/klima-energie/klimaschutz/emissionshandel/

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  • Torben

    Moin,
    Ich denke, die Probleme in der Landwirtschaft sind derart vielschichtig, dass hier die Probleme von der Wurzel an beachtet werden müssen.
    Dies beginnt mit der Ausbildung. Sowohl in der Berufsschule als auch im Studium wird einem mitgegeben, mehr Ertrag ist auch gleich mehr Geld im Portmonee. Dies gilt für Milch, Getreide, tägliche Zunahmen und und und. Hier müssen auch andere Wege aufgetan werden.
    Dies wird alles gemacht, damit ein auskömmliches Einkommen für die Familie und sich selbst generiert wird. Unterm Strich sollte bei jeder Maßnahme, die ergriffen wird, ein vernünftiges Einkommen für den Landwirten über bleiben. Sprich Spottpreise für Lebensmittel sind in dem Zusammenhang nicht mehr möglich.

    Eine Reduktion der Tierbestände ist sicherlich eine Möglichkeit zur Reduktion von Treibhausgasen. Auf der anderen Seite steht ein erhöhter Energiebedarf zur Herstellung von Düngemitteln. Denn ob ökologisch oder konventionell, Pflanzen haben immer einen Nährstoffbedarf. Weltweit werden immerhin 1,4% des Energiebedarfs in der Düngemittelproduktion verwendet.
    Sicherlich ist eine gewisse Reduktion des Tierbestandes, welche in den letzten Jahrzehnten auch so statt fand, sinnvoll und notwendig, doch ist meiner Meinung nach eine Verteilung der Tiere innerhalb Deutschlands deutlich sinnvoller. Es gibt Landkreise mit weniger als 0,5GV (Großvieheinheiten) und Kreise mit mehr als 3GV. Die Ausscheidungen der Tiere sollten daher nicht als Abfall angesehen werden, sondern als wirksames Düngemittel. Wenn Mist/Gülle/Kompost eingesetzt werden kann, muss kein mineralischer Dünger verwendet werden. Dies gilt ebenfalls für konventionell und ökologisch wirtschaftende Betriebe.
    Unterm Strich sollte eine Reduktion der Tierbestände vor allem zu Gunsten des Anbaus von Gemüse und Obst stattfinden, denn hier ist der Selbstversorgungsgrad in Deutschland gering. Wobei wir dann wieder zu auskömmlichen Erzeugerpreisen kommen.

  • Christina

    Um das Umzusetzen brauchen die Bauern Alternativen. Ein Bauer der nur Milchkühe hat, der weiß nicht wie er Kartoffeln anbauen soll. Nur als Beispiel. Den Bauern müssen Alternativen aufgezeigt werden und sie müssen beim Umstieg unterstützt/umgeschult werden.

      • Avatar moderator
        Moderator*in #37  •  2021-02-14 19:27:09

        In diese Richtung denkt auch GermanZero: Es wird wohl Übergangsfristen/ Übergangslösungen - um 2030 steht im Raum - geben müssen. Die Transformation hin zu geringeren Tierbeständen ist dabei nötig für die Reduktion unserer Gesamtemissionen wie zur nachhaltigeren Erzeugung von/ Versorgung mit Nahrungsmitteln. Und es dient noch einer ausgewogeneren Ernährung bei uns und dem Wohl der Tiere.

        Keine Antworten
      • Timm

        Liebe Christina, weißt du denn welche Investitionen hinter all den landwirtschaftlichen Betriebszweigen stecken? Wenn ich lese, dass ein Milchbauer als Alternative zur Milchkuh ja Kartoffeln anbauen könnte, aber ja leider nur keine Ahnung davon hat, steigt mir gelinde gesagt der Kamm. Die Milchbauern haben für teilweise mehrere Millionen auf Kredit ihren Betrieb den Gesetzen entsprechend immer wieder modernisiert und zahlen daran ein Leben lang ab. Die können garnicht aufhören zu melken, da sonst der noch nicht bezahlte Stall noch mehr Geld kostet. Wir bauen selbst Kartofflen an, daher kann ich Ihnen sagen, sie brauchen garnicht erst anfaangen aus dem Stand heraus alle nötige Technik und Lagermöglichkeiten anschaffen zu wollen. Das können Sie niemals mehr abbezahlen. Also bitte, sprechen Sie doch erstmal einen Bauern darauf an, warum er nicht einfach so mal eben aus Kühen Kartoffeln macht. Man kann alles fordern, wenn man wenigsten die Hintergründe richtig einordnen kann.

          • Sabine (Moderatorin)

            Oh, vielen Dank Timm,
            genau darauf kommt es uns hier an! Der Austausch über die Hintergründe und Erfahrungen.
            Wenn es sich nun herausstellte, dass das Halten von Kühen eine von vielen Schraube ist, an der gedreht werden müsste um das Klimaziel zu erreichen, was würdest Du Dir als Möglichkeit wünschen, um diese Schraube tatsächlich drehen zu können?
            Natürlich ist alles eine Frage der Perspektive: Was für Dich eine riesengroße Schraube ist - um im Bild zu bleiben - ist vielleicht für das Klimaziel eine kleine Schraube. Doch die Ergebnisse der Summe der Schrauben ist letztendlich, was wir erreichen müssen.
            Bitte lass uns wissen, wie Du dazu beitragen würdest, das Klimaziel zu erreichen.
            Wir sind gespannt auf Deine Antwort und grüßen herzlich
            Sabine vom ZeroLab-Moderationsteam

            Keine Antworten
  • Birte77

    Eine Reduktion der Tierbestände tritt ein, wenn die Nachfrage nach Tierprodukten sinkt. Dazu wäre es hilfreich, die Verbraucher*innen endlich so sichtbar und zuverlässig zu informieren, dass sie nicht mehr wegschauen können. Und zwar vor allem betreffend die Haltung der Tiere. Heute ist es doch so, dass viele Menschen die tierischen Produkte nur "guten Gewissens" kaufen, weil sie die Umstände und Auswirkungen der Herstellung beim Kauf ausblenden.
    Ich bin somit für deutliche Hinweise auf der Packung, aus denen beispielsweise hervorgeht, wie die Haltung dieses Tieres aussah bzw. wie gesetzeskonforme Tierhaltung/Schlachtung aussieht. Keine Schockbilder, sondern korrekte Information. (Das ist in diesem Fall ja ohnehin oft gleichzusetzen.) Das würde aus meiner Sicht mehr bringen als ein Tierwohllabel, in dem nur Zahlen von 1 bis 4 aufgedruckt sind, aber kein*e Käufer*in beim Kauf vor Augen hat, was das wirklich heißt.
    Entsprechendes sollte bezüglich der Auswirkungen dieser Produkte auf Klima und Gesundheit erfolgen.

    Keine Antworten
  • Hagen

    Entscheidend für eine erfolgreiche Agrar- und Ernährungswende werden folgende Punkte sein:
    1.: Tierprodukte müssen deutlich teurer als entsprechende pflanzliche Alternativen sein. Sobald wir an diesen Punkt kommen, werden Angebot und Qualität sprunghaft nach oben schnellen.
    2.: Wir brauchen mehr pflanzliche Proteinquellen auf den Feldern der EU, wie etwa Soja, Ackerbohnen, Lupinen, Erbsen, Hafer, Sonnenblumen, Raps usw., denn nur so können wir ausreichende Mengen an Pflanzenfleisch produzieren.
    3.: Für freiwerdendes Grasland brauchen wir ebenfalls neue Geschäftsmodelle. Hier wäre denkbar:
    a.) Die Flächen werden vom Staat übernommen (abgekauft) und dann renaturiert / aufgeforstet, um CO2-Senken zu schaffen und das Artensterben zu stoppen.
    b.) Die Landwirte forsten selber auf, entweder als Nutzwald, der dann aber auch entsprechend wie Grasland bezuschusst wird, oder um CO2-Senken zu schaffen, für die wir dann entsprechende CO2-Zertifikate ausgeben sollten.
    c.) Wir heben das Umbruchverbot auf, damit Grasland wieder beackert werden kann. Das macht durchaus Sinn, sofern wir diese Umnutzung an gewisse Regeln koppeln, etwa den Anbau von Leguminosen zur Pflanzenfleischproduktion.
    d.) Wir heben das Verbot, dort PV-Anlagen zu errichten, auf, denn dann könnten solche Wiesen weiterhin den Insekten nutzen und trotzdem Geld erwirtschaften - und nebenbei noch die Energiewende beschleunigen!
    4.: Die Einführung einer Handelsklasse 3 ist notwendig, denn über diese könnten unförmige Früchte vermarktet werden, die heute im Müll oder Tierfutter landen.
    5.: Mais anzubauen, um dann über die Biogasanlage mit diesem Ökostrom zu erzeugen, muss verboten werden! Biogasanlagen sind sinnvoll, sofern dort wirklich nur Abfälle vergoren werden.
    6.: Wir brauchen auch Lösungen für andere Feldfrüchte, die aktuell nur als Tierfutter dienen. So gibt es seit kurzem die Möglichkeit aus Rapsschrot Pflanzenproteinisolat herzustellen. Ähnliches brauchen wir auch für Futterweizen, Ackerbohnen usw..

      • Hagen

        Unterpunkte werden dann werden:
        - Die Einführung eines Kompostierungssystems zur Herstellung pflanzlicher Dünger.
        - Importverbote für Tierprodukte, damit nicht durch die Hintertür brasilianisches Rindfleisch im Supermarkt landet.
        - Einführung der o.g. Maßnahmen auf EU-Ebene.
        - Änderung der Förderrichtlinien, also weg von den Flächenprämien.
        ----
        Bis wir soweit sind, würde zudem ein Ausbringverbot für Gülle Sinn machen. Aktuell enthält diese praktisch immer multiresistente Bakterien und Antibiotika. Wenn ein Bauer mit Gülle / Mist düngen will, sollte diese zuvor von Fachfirmen aufgearbeitet werden.
        Hier bräuchten wir also ein professionelles Entsorgungssystem, welches dann aus der entsorgten Gülle hochwertigen Dünger in Granulatform herstellen könnte.

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  • Christoph Droste

    Ähnlich wie bei der Stickstoffüberschussabgabe würde ich hier für eine Abgabe an einem Ende der Lieferkette plädieren. Warum sollte das gerade in der Mitte der Kette geschehen. Beim Bauern wäre es vermutlich einfacher zu regeln, weil der über die EU eh schon reglementiert ist (langfristig ist das vielleicht überflüssig, wenn europaweit die Randbedingungen abgestimmt korrigiert werden). Andererseits könnte auch eine deutlich höhere Mehrwertsteuer (besser als CO2-Steuer ausgewiesen) auf Fleischprodukte dem Kunden unmittelbar verdeutlichen, dass hier ein Problem besteht. Alle solche Maßnahmen müssen mit entsprechenden Zollvereinbarungen einhergehen, solange es keine EU-weiten bzw. weltweiten Regeln gibt.

      • Luka (Moderatorin)

        Hallo Christian, soweit ich weiß ist es am verarbeitenden Gewerbe einfacher anzugreifen, weil die Zahl der Akteure wesentlich kleiner ist als die der Bauern. Das vereinfacht die Verwaltung. Aber wie du richtig erkannt hast werden die Kosten die Lieferkette entlang weitergegeben - und deshalb ist der Unterschied nicht groß, man sollte nur dort angreifen, wo es sich am effektivsten gestalten lässt.

          • Timm

            Hiefür nur ein kleines Beispiel dafür, dass keinerlei Kosten der Landwirte irgendwohin weitergereicht werden. Die Spanne der Bauern wird von Jahr zu Jahr durch immer größere Verwaltungskosten, steigende Produktionskosten und sinkende Verkaufspreise kleiner.
            Also mein Beispiel:
            Seit einiger Zeit gibt es die Verpackungsabgabe. Sie ist eigentlich so gedacht, dass die schwer zu recycelnden Materialien für den Produzenten teurer werden und er deshalb auf umweltfreundlichere Materialien zurückgreift. Wir bauen Kartoffeln an und vermarkten diese direkt über Hofladen und Supermärkte in der Nähe. Standardmäßig wurden diese immer in PE-Säcken verkauft. Bis vor einigen Jahren hauptsächlich in 25kg, dann in 10kg, dann in 5kg, mittlerweile hauptsächlich in 2kg Säcken. Das Verhältnis von Verpackung zu Inhalt hat also stetig zugenommen. War aber nicht unsere Entscheidung. Was will man machen, wenn die Kunden im Supermarkt eben die kleineren Einheiten bevorzugen. Nunja, jetzt kam die Verpackungsabgabe. Erster Brief daraufhin von einem Supermarkt, abgekürzt und sinngemäß, bisherige PReisabsprachen beinhalten zukünftig auch sämliche Kosten für Verpackungsabgabe und Mehraufwand. Ja dacht ich mir, das ist doch mal was. Also hergegangen, groß in eine Maschine investiert, die die Kartoffeln in biologisch abbaubaren Cellulosenetzen ausspuckt. Die Supermärkte waren auch alle sehr interessiert. Schlussendlich wird das Maschinchen nach einem Jahr kaum mehr benutzt, da die Kunden (bei gleichem Preis wohlgemerkt) nach wie vor nach den PE-Säcken greifen. Wo ist denn hier die Fairness bitte? Ich kann als Bauer weder die PReise für die Säcke beeinflussen, noch die für meine eigenen Produkte. Dann wird mir aber gesagt, dass ich schuld an irgendwas wäre und noch mehr Abgaben tragen soll? Da würde mich mal interessieren, was ihr dazu sagt. Und nein, ich bin kein Einzelfall.

      • Sabine (Moderatorin)

        Lieber Christoph,
        Du hast sicher auf dieser Seite https://beteiligung.germanzero.org/ gesehen, wie der Werdegang der Ideen ist, die mit vielen Fachleuten bei GermanZero zu einem Gesetzesentwurf entwickelt werden. Für das Thema „Landwirtschaft“ schließen wir heute die dritte von vier Stufen ab. Wir haben – auch Dank Deiner Beiträge und Stimmen – nun viel Material bekommen, das wir mit unseren Fachleuten für die nächste Stufe „Übersetzung in Gesetzestexte“ aufarbeiten werden.

        Ab Morgen fangen wir mit dem Thema „Energie“ an. Sicher hast Du hierfür auch richtig gute Ideen, die uns auf unserem Weg zum Ziel weiterbringen.
        Hoffentlich hast Du bei „Mein Konto“ die Häkchen so gesetzt, dass Du eine Benachrichtigung vom ZeroLab bekommst, wenn es Antworten zu Deinen Beiträgen gibt.
        Ach ja… und es ist sicher immer wieder gut, den Spam-Ordner zu besuchen, um zu sehen, ob nicht eine Nachricht vom ZeroLab aus Versehen dort gelandet ist…

        Bis hierhin vielen Dank an Dich!
        Wir freuen uns auf weitere Beiträge und wertvolle Ideen von Dir!
        Dein ZeroLab-ModerationsTeam

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  • Laurentius

    Wenn wir die Massentierhaltung reduzieren oder gar verbieten würden, wäre das für die Umwelt durch niedrigere CO2 produktion Vorteilhaft und das Tier wohl ist ein nice zusatz

      • Sabine (Moderatorin)

        Lieber Laurentius,
        Du hast sicher auf dieser Seite https://beteiligung.germanzero.org/ gesehen, wie der Werdegang der Ideen ist, die mit vielen Fachleuten bei GermanZero zu einem Gesetzesentwurf entwickelt werden. Für das Thema „Landwirtschaft“ schließen wir heute die dritte von vier Stufen ab. Wir haben – auch Dank Deiner Beiträge und Stimmen – nun viel Material bekommen, das wir mit unseren Fachleuten für die nächste Stufe „Übersetzung in Gesetzestexte“ aufarbeiten werden.

        Ab Morgen fangen wir mit dem Thema „Energie“ an. Sicher hast Du hierfür auch richtig gute Ideen, die uns auf unserem Weg zum Ziel weiterbringen.
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  • Norbert

    Die Fleischwirtschaft ist gerade durch die deutsche Politik in den 90ziger Jahren hochgradig arbeitsteilig und globalisiert. Ein Emissionshandel auf EU Ebene wird darum zu kurz greifen. Die Lieferkette eines Schweines "von der Wiege bis zur Bahre" dürfte den Globus umfassen. Um alle hiermit verbundenen Klimabelastungen und sozialen Verwerfungen auf ein nachhaltiges Maß zu reduzieren, müssen wohl die Lieferketten dramatisch verkürzt werden und auch die Fleischwirtschaft zurück zu regionalen Kreisläufen finden, von der Produktion bis zum Konsum. Ich denke, dass ist nur mit ordnungsrechtlichen Ansätzen zu schaffen.

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  • Hans Josef

    Jeder Mensch muss für sich selbst die Entscheidung treffen, wie er leben will. Doch vor der Entscheidungsfindung sollte das Für und Wider sehr bewusst abgewogen werden:
    1. Wie nachhaltig müssen wir leben, um unseren Kindern und Kindeskindern eine lebenswerte Erde zu hinterlassen?
    2. Ist der Mensch seinen Mitgeschöpfen gegenüber höherwertig (Speziesismus)?
    3. Brauchen wir tierische Produkte zum Überleben?
    Wer hinterfragt wird zu dem Schluss kommen, dass wir einen Systemwechsel brauchen, um als Menschheit zu überleben. Es wird schwer, Überzeugungsarbeit zu leisten, dass wir alle Verzicht üben müssen.
    Im Agrarsektor bedeutet das vor allem Verzicht auf alle Subventionen, da diese in der Regel falsche Anreize geben.
    Um lokal erzeugte Agrarprodukte vor Billigimporten zu schützen – falls dies dann überhaupt noch notwendig sein sollte – sollen Faktoren die hierin nicht berücksichtigt sind (wie z. B. Klima-, Arbeits-, Tierschutz, Sozialleistungen) auf den Importpreis aufgeschlagen werden.
    Natürlich führt das zu Gegenreaktionen der betroffenen Länder (wie z. B. USA, China), was den bilateralen Handel erst mal durcheinanderbringt und der einzig auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaft schadet.
    Doch mal ehrlich: Ist nicht das Wachstumsdogma Hauptverursacher der sich abzeichnenden Klimakatastrophe?

      • Sabine (Moderatorin)

        Lieber Hans Josef,
        Du hast sicher auf dieser Seite https://beteiligung.germanzero.org/ gesehen, wie der Werdegang der Ideen ist, die mit vielen Fachleuten bei GermanZero zu einem Gesetzesentwurf entwickelt werden. Für das Thema „Landwirtschaft“ schließen wir heute die dritte von vier Stufen ab. Wir haben – auch Dank Deiner Beiträge und Stimmen – nun viel Material bekommen, das wir mit unseren Fachleuten für die nächste Stufe „Übersetzung in Gesetzestexte“ aufarbeiten werden.

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  • mario_vzo

    Wie bereits einige VorrednerInnen erwähnten muss eine Ende der Subventionierung industrieller Tierhaltung beschlossen werden. Zusätzlich dazu müssen Unternehmen in die (finanzielle) Pflicht genommen werden für die zusätzlichen Kosten und Schäden, die für Land und Umwelt entstehen (Stichwort: realer Fleischpreis).

    Außerdem könnte man darüber nachdenken die Subventionen den Unternehmen und Landwirten zu gewähren, die sich auf einen Wandel hin zu einer nachhaltigen und pflanzenbasierten Landwirtschaft committen. So kann sichergestellt werden, dass Landwirte und Unternehmen sich zukunftsgerichtet orientieren können und dabei auch finanziell gestützt werden, um einen massenhaften Verlust von Arbeitsplätzen zu verhindern.

      • Babette (Moderatorin)

        Hallo Mario_vzo,
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  • Jessica Stenders

    Ich denke auch im Blick sollte hier die Massentierhaltung stehen. Denn Tiere die bspw. Mit dem Wechselweideprinzip gehalten werden, nutzen sogar noch dem Klima, das sie helfen die Humusschicht im Boden aufzubauen. Das Prinzip der richtigen Bilanzierung könnte hier helfen Betriebe zu unterscheiden, in dem der Landwirtschaftsbetrieb der positive Ökosystemleistungen erbringt, dies auch so in seinen Büchern führt, während derjenige der Massentierhaltung praktiziert für bspw seine verursachten Schäden keine Zuwendungen mehr erhält.
    Die Verknüpfung von landwirtschaftlichen Handeln UND dem Unternehmensteuerrecht ist unverzichtbar (Ein Landwirt ist ein Unternehmen!) Außerdem würde nebenbei die Wertschätzung für Landwirte automatisch steigen, da sie für positive Effekte auf das Ökosystem auch bezahlt werden. Schaut euch meinen Vorschlag an!
    LG Jessica

      • RGoos

        Keine Subvention für industrielle Produktion. Mensch- und Tier- würdige Arbeitsbedingungen, höhere Mindstlöhne, strenge Auflagen mit regelmäßigen Kontrollen und echten Strafen in allen Großbetrieben (Schlachthöfe sowie Landwirte). Unabhängige Kontrolleure mit guten Gehältern. Offenlegung der Geschäftsbeziehungen von Politikern zur Agrarproduktion und zugehörigen Branchen wie Dünge-,Futtermittel- und Pestizidindustrie sowie zu Verbänden und Lobbyorganisationen. Reglementierung dieser Beziehungen. ... Sollen diese Industriebetriebe doch gerne mit Auwanderung und Verlust der Arbeitsplätze drohen, die Arbeitsplätze sind menschenunwürdig und die Umsätze dienen lediglich der Bereicherung weniger zum Schaden der Natur, Umwelt, Tiere und Menschen.
        Die Rahmenbedingungen müssen so sein, dass sich die Massentierhaltung nicht mehr lohnt.
        Stattdessen Förderung kleinteiliger Strukturen mit Bio und allem was dazu gehört. Entlohnung der Betriebe auch für Gemeinwohlaufgaben wie Landschaftspflege, Blühwiesen, Baumpflege, Farbahnrandstreifenpflege, Schneeräumdienste, ... Schlachtungen direkt auf dem Hof.
        Ziel muß weniger Fleischkonsum sein, z.B. wie das mal mit dem Sonntagsbraten war.

          • Sabine (Moderatorin)

            Liebe*r RGoos,
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            Ab Morgen fangen wir mit dem Thema „Energie“ an. Sicher hast Du hierfür auch richtig gute Ideen, die uns auf unserem Weg zum Ziel weiterbringen.
            Hoffentlich hast Du bei „Mein Konto“ die Häkchen so gesetzt, dass Du eine Benachrichtigung vom ZeroLab bekommst, wenn es Antworten zu Deinen Beiträgen gibt.
            Ach ja… und es ist sicher immer wieder gut, den Spam-Ordner zu besuchen, um zu sehen, ob nicht eine Nachricht vom ZeroLab aus Versehen dort gelandet ist…

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  • Norbert

    EU-Ebene:
    Ansatz und Detailvorschläge hierzu klingen gut, auch die Notwendigkeit, auf EU Ebene aktiv zu werden. Doch angesichts der Vielzahl an Vertragsverletzungsverfahren im Umweltrecht gegen Deuschland auf EU Ebene darf Deutschland hier nur Forderungen stellen, wenn es selbst die Forderungen bereits weitgehend umgesetzt hat, sonst verliert es noch mehr Glaubwürdigkeit.

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  • Jessica Stenders

    Die Frage die sich mir stellt ist, wer wird verpflichtet Bestände zu reduzieren? Derjenige der nicht das Land dazu hat, um die Tiere im Weidemanagement zu halten?
    Ich sehe das als Hauptproblem solange Tierhaltung und WeideFlächen voneinander entkoppelt sind. Die Tiere sind nur dann ein Problem wenn kein Weidemanagement stattfindet sondern ausschließlich Stallhaltung, oder aber die Weiden nicht ausreichend groß sind um.
    Bei der Maßnahme der einfachen Reduktion der Bestände fehlt mir persönlich einfach zu viel weitere Info.

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      • Frank (Moderator)

        Ich stimme hier zu, im Endeffekt könnten mann/frau sich Emissionen bei Bedarf leisten. Diese sollen aber nicht entstehen. Ein Kompromiss bestünde darin, das die Kosten für Emissionsberechtigungen den Aufwand zur Rückführung der Emissionen (Kreislaufprinzip) widerspiegeln und die eingenommenen Gelder aus dem Verkauf von Emissionsberechtigungen auch tatsächlich für die Rückführung der Emissionen genutzt wird. Die Kosten für eine technische Umsetzung sind nach meinem Wissen noch nicht klar. Hier muss also 100% Systemwechsel zu biodynamischen Landwirtschaft gefordert werden. Ich würde eine Ausnahmeoption zulassen, dass Emissionen zulässig sind, wenn zertifiziert nachgewiesen werden kann, dass diese Emissionen wieder zurückgeführt werden.

          • Schnico

            Gute Idee - viele Fragen bleiben unbeantwortet: Falls das nicht auf Europäischer Ebene passiert, sollte Deutschland dann einen Deutschen Tier Emissonshandel alleine aufmachen? Wer würde festlegen wie viel die Höchstzahl an Zertifikaten ist? Und wie würde auf gegen Importe/Exporte reagieren, ein Beispiel: Der Import lebender Tiere (776.000 Tonnen SG) war 2019 – wie in allen Jahren seit 2003 höher als der Export lebender Tiere (526.000 Tonnen SG).

              • Sabine (Moderatorin)

                Liebe*r Schnico,
                Du hast sicher auf dieser Seite https://beteiligung.germanzero.org/ gesehen, wie der Werdegang der Ideen ist, die mit vielen Fachleuten bei GermanZero zu einem Gesetzesentwurf entwickelt werden. Für das Thema „Landwirtschaft“ schließen wir heute die dritte von vier Stufen ab. Wir haben – auch Dank Deiner Beiträge und Stimmen – nun viel Material bekommen, das wir mit unseren Fachleuten für die nächste Stufe „Übersetzung in Gesetzestexte“ aufarbeiten werden.

                Ab Morgen fangen wir mit dem Thema „Energie“ an. Sicher hast Du hierfür auch richtig gute Ideen, die uns auf unserem Weg zum Ziel weiterbringen.
                Hoffentlich hast Du bei „Mein Konto“ die Häkchen so gesetzt, dass Du eine Benachrichtigung vom ZeroLab bekommst, wenn es Antworten zu Deinen Beiträgen gibt.
                Ach ja… und es ist sicher immer wieder gut, den Spam-Ordner zu besuchen, um zu sehen, ob nicht eine Nachricht vom ZeroLab aus Versehen dort gelandet ist…

                Bis hierhin vielen Dank an Dich!
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          • Biene

            Das 1,5 Grad-Gesetz braucht Regelungen, die den Weg hin zur Reduktion der Tierbestandszahlen weisen. Da sind finanzielle Anreize ein bewährtes Mittel, auch wenn Verteuerung von Emissionen natürlich nicht mit Verhinderung/Verbot von Emissionen gleichzusetzen ist. Aber der lenkende Effekt kann ausreichen, damit sich Verbraucher und Wirtschaft umorientieren, so dass im Endeffekt keine Verbote notwendig sind. Über den Preis kann dieser lenkende Effekt bei Bedarf beliebig verstärkt werden, die Einnahmen könnten in Klimaschutzprojekte oder in klimaverträgliche Agrarsubventionen fließen.

              • Karin

                Auf eine europäische Einigung für einen Emissionshandel für landwirtschaftliche Produkte zu warten, dauert viel zu lange! Eine gesetzliche Begrenzung der Nutztiere pro Flächeneinheit muss sicherlich auch gegen massive Lobbyinteressen durchgefochten werden, aber das geht m.E. schneller. Und ganz klar: Subventionen sollten anhand von ökologischen Kriterien vergeben werden - nicht nach Fläche.

                  • Sabine (Moderatorin)

                    Liebe Karin,
                    Du hast sicher auf dieser Seite https://beteiligung.germanzero.org/ gesehen, wie der Werdegang der Ideen ist, die mit vielen Fachleuten bei GermanZero zu einem Gesetzesentwurf entwickelt werden. Für das Thema „Landwirtschaft“ schließen wir heute die dritte von vier Stufen ab. Wir haben – auch Dank Deiner Beiträge und Stimmen – nun viel Material bekommen, das wir mit unseren Fachleuten für die nächste Stufe „Übersetzung in Gesetzestexte“ aufarbeiten werden.

                    Ab Morgen fangen wir mit dem Thema „Energie“ an. Sicher hast Du hierfür auch richtig gute Ideen, die uns auf unserem Weg zum Ziel weiterbringen.
                    Hoffentlich hast Du bei „Mein Konto“ die Häkchen so gesetzt, dass Du eine Benachrichtigung vom ZeroLab bekommst, wenn es Antworten zu Deinen Beiträgen gibt.
                    Ach ja… und es ist sicher immer wieder gut, den Spam-Ordner zu besuchen, um zu sehen, ob nicht eine Nachricht vom ZeroLab aus Versehen dort gelandet ist…

                    Bis hierhin vielen Dank an Dich!
                    Wir freuen uns auf weitere Beiträge und wertvolle Ideen von Dir!
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  • Sebastian Mittermaier / Naturland. e.V.

    Eine nachhaltige Reduktion der Tierzahlen kann in der Tat eine wichtige Rolle spielen, um die THG Emissionen aus der Landwirtschaft zu reduzieren. Allerdings besteht ein erheblicher Zweifel das über einen separaten Emissionshandel für die Landwirtschaft eine wirkliche THG Reduktion erreicht werden kann. Für die Landwirtschaft wäre es ein komplett neues Instrument und würde die bisherige Systematik sprengen, die bislang die Flächenbindung als den richtigen Weg ansieht. Der Öko-Landbau etwa nutz seit Jahrzehnten das Instrument Flächenbindung erfolgreich. Die landwirtschaftlichen Betriebe und auch die Verwaltung kennen das Instrument. Es besteht zu befürchten das ein separater Emissionshandel für die Landwirtschaft nur für noch mehr Komplexität und Bürokratie sorgt. Eine solche Form des Emissionshandels für die Landwirtschaft kann, wenn als Ergänzung, neben einer vernünftigen Flächenbindung der Tierhaltung etabliert werden. Um die Tierhaltung nachhaltig umzubauen, könnten folgende Maßnahmen helfen:

    - Umbau der Nutzierhaltung, z.B. im Grundsatz nach den Plänen der Borchert Kommission, mit der Öko-Tierhaltung als höchste Stufe, in Kombination mit einer Haltungskennzeichnung, nach dem Modell der Eierkennzeichnung
    - Finanzierung des Umbau der Nutztierhaltung mit einer Abgabe auf tierische Produkte
    - Regionale Abstockung der Tierbestände, durch Flächenbindung
    - Förderung der Öko-Landbaus als Klimaschutzmaßnahme
    - Ausbau des Einsatz regionaler oder eigener Futtermittel, nach dem Vorbild des Öko-Landbaus

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