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Tempolimit auf Autobahnen: 100, 120 oder 130 km/h?

Deutschland ist das einzige Land innerhalb der EU ohne Tempolimit auf Autobahnen, obwohl viele Gründe dafür sprechen: Weniger Unfälle, weniger Lärm, ein besserer Verkehrsfluss etwa. Schon mit einem Tempolimit von 130 km/h ließen sich die Treibhausgasemissionen des Verkehrs laut Umweltbundesamt um jährlich 1,9 Millionen Tonnen mindern. Bei einem Tempolimit von 120 km/h wären es 2,6 Millionen Tonnen, bei 100 km/h sogar 5,4 Millionen Tonnen.

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Welches generelle Tempolimit auf Bundesautobahnen sollte eingeführt werden, um die Treibhausgasemissionen im Verkehr zu senken?

Hintergrund zu dieser Umfrage

Eine Verringerung der Durchschnittsgeschwindigkeit um 5 Prozent könnte zu einer Minderung der Unfälle um 10 Prozent und zu einer Reduzierung der tödlichen Unfälle um 20 Prozent führen.

Zudem bietet ein Tempolimit ein schnell umsetzbares und kostengünstiges Instrument zur Einsparung THG-Emissionen (1,9 bzw. 5,4 Mio. t CO2 bei einem Tempolimit von 130 bzw. 100 km/h). Noch nicht einmal eingerechnet sind dabei die Klimaschutzauswirkungen durch eine sinkende Nachfrage nach schweren und hochmotorisierten Fahrzeugen und einen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel.

Die Lärmbelastung würde bei einem Tempolimit von 100 km/h um bis zu 1,5 dB sinken. Ein gleichmäßiges Tempo auf Autobahnen verbessert außerdem den Verkehrsfluss, und reduziert neben der Schadstoffbelastung in der Luft auch die Unfall- und Staugefahr. Ein Tempolimit wird daher mittlerweile auch von mehr als der Hälfte der Bevölkerung unterstützt.


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  • Marcel G.

    Ich finde die Begriffswahl "Tempolimit" problematisch. Die Bedeutung von "Framing" aus den Sozialwissenschaften, also wie wir Wörter (unterbewusst) einordnen/bewerten, sollte berücksichtigt werden und stattdessen bspw. von einer "Höchstgrenze" sprechen. Tempo kann in einem Land wie Deutschland mit Wachstum und Fortschritt auch als positiv assoziert werden. Dagegen ist die Höchstgrenze eine Grenze, die von unten festgelegt wird und eher vermittelt, dass ein Überschreiten schädlich ist.

    Ich finde selbst vor allem eine Höchstgrenze von 130 km/h vertretbar bzw. gehe davon aus, dass sich mit dieser Grenze die größte Mehrheit in der Bevölkerung finden würde.

  • Trillian

    Neben dem CO2-Ausstoß gibt es ja noch weitere Gründe für ein Tempolimit, wie die Sicherheit und die Optimierung des Verkehrsflusses (der suboptimal ist, wenn die Geschwindigkeit der Autos zu unterschiedlich ist, sprich manche 200km/h und manche 90km/h fahren). Als Kompromiss zwischen den beiden letzten Gründen sowie einem zügigem Vorankommen werden bislang 130km/h als Tempolimit von diversen Akteuren favorisiert.
    Wenn man allerdings eine möglichst niedrige CO2-Bilanz haben möchte, sollte sich man ja anscheinend auf 100km/h beschränken. Das ist ja aber insbesondere für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor relevant, vom CO2 bei der Herstellung des Stroms für E-Autos vorerst mal abgesehen. Die sollte im besten Fall klimaneutral sein.
    Vor diesem Hintergrund: Empfiehlt es sich nicht für E-Autos ein Tempolimit von 130km/h und für Verbrenner von 100km/h einzuführen? Man müsste die Autos dann natürlich eindeutig nach den beiden Klassen identifizierbar machen.