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Kreislaufsteuer oder wie internalisiere ich Verschmutzung

Frank K. Frank K.  •  2021-05-12  •    13 Kommentare

Antrags-Code: ID-2021-05-103

Über die eine Kreislaufsteuer werden Investitionen in eine zirkuläre Wertschöpfung politisch über das Druckmittel Wirtschaftlichkeit erzwungen.

Der Vorschlag kann in der Präsentation anbei angesehen werden. Für alle, welche daran interessiert sind, mehr zu erfahren oder an der Idee zu arbeiten...einfach fragen.

Dokumente (1)

Für die Sektoren "Gebäude & Wärme" und "Industrie" haben wir die Kommentierung am 18. Mai beendet. Die Ergebnisse werden jetzt für die weitere Gesetzesarbeit ausgewertet.

  • Ludwig Pertl

    Intakte Naturkreisläufe müssen die Basis für die Zukunft werden. Dabei müssen aber die Naturgesetze beachtet werden und wo immer möglich, die Wiederherstellung geschädigter Lebensräume angegangen werden. Unser derzeitiges Rechenmodell muss die Leistungen einpreisen und bisher wertlose Güter wir Luft/ Wasser und Boden einen Wert-Bedeutung geben.
    Die Ökosystemleistungen, die unsere Enkel benötigen, müssen die Grundlage für Anpassung werden.

      • Sabine (Moderatorin)

        Danke Ludwig,
        Das scheint ein ganzheitlicher Ansatz zu sein!
        Wie würde das Rechenmodell aussehen, in welchem Luft, Boden und Wasser eine Rolle spielen?
        Gibt es verschiedene Qualitäten von Luft, Wasser und Boden, welche unterschiedliche Werte zugesprochen bekommen könnten?
        Vielen Dank für Deine zusätzliche Information.
        Wo-immer es geht, sind Links zu Belegen natürlich äußerst hilfreich!
        Vielen Dank schon einmal
        Dein ZeroLab-Moderations-Team
        Sabine

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      • Frank K.
        Frank K.  •  Verfasser*in  •  2021-05-15 10:57:43

        Lieber Ludwig, ich stimme Dir zu...aber wir können unsere Kreativität und die Fähigkeit, Wertschöpfung zu betreiben nicht verneinen. Das gehört zum Menschsein. Meine Vision ist die Führung der Wertschöpfung in Kreisläufen, welche neben den natürlichen existieren und wir damit unser Menschsein (Kreativität und Wertschöpfung) ermöglichen.

        Natürliche intakte Naturkreisläufe können gerne die Basis sein. In gewisser Weise wäre die Pflege der Naturkreisläufe so etwas wie Selbstfürsorge für uns als Gemeinschaft.

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  • Konrad

    Finde die Idee gut, denke auch, dass damit ein Anreiz geschaffen wird, Kreisläufe wirklich herzustellen. Vermute aber, dass sich damit noch nicht der Wachstumszwang in unserem Wirtschaftssystem abschaffen lässt (Gesetz zur Förderung von Stabilität und Wachstum, 1967). Wenn Firmen also trotzdem gezwungen wären, immer mehr zu produzieren, müssten dann nicht zu den Materialrückläufen zusätzlich immer noch neue Ressourcen erschlossen werden? Ein durch Innovationen zukzessiv sinkender Materialaufwand je Produkt hat schließlich auch seine physikalischen Grenzen? Würden wir dann nicht statt eines wirklichen Kreislaufs eher eine ansteigende Spirale feststellen? Sind wir dann aber nicht auch wieder bei dem Problem, eines immer weitere steigenden Ressourcenverbrauchs in einer endlichen Welt, wenn auch etwas abgebremst?

      • Frank K.
        Frank K.  •  Verfasser*in  •  2021-05-14 12:55:12

        Hallo Konrad, Dein Einwand ist vollkommen berechtigt. Auch technologische Kreisläufe haben einen so genannten "Impact", können beispielsweise natürliche Kreisläufe verdrängen, weil auch sie Raum brauchen. Wären die technologischen Kreisläufe wirklich geschlossen, würden sie sich bei vermehrtem Wachstum anwachsen oder sich immer schneller "drehen", und das ist nicht unendlich möglich. Das, was Du ansprichst, erfordert einen ethischen Entwicklungssprung im Miteinander, basierend auf der Erkenntnis, dass wir als Menschheit über ein technologisches Potential verfügen, welches uns bei nicht ethischem Handeln selbst vernichten kann.

        Ich bin selbst dabei, ethisch aktiv werden zu wollen, in dem ich ein kreislauforientiertes Start Up gründen werde (siehe Präsentation). Daneben möchte ich das Prinzip der "Wertschöpfung in Kreisläufen" in einer noch zu gründenden Genossenschaft voranbringen (hier plane ich, dass das Start Up Mitglied wird). Wenn Du Lust hast, am Entstehen mitzuwirken, können wir bestimmt zusammenkommen.

          • Oliver (Moderator*in)

            Moin Frank, ich denke wichtig ist vor allem, dass es mehr Anreize in Richtung Kreislaufwirtschaft gibt. Und nicht nur Pfand, der beim Verbraucher anfällt, sondern genau so eine Steuer wie Du vorschlägst, auf die dann bereits beim Produktdesign und der Auswahl der Rohstoffe geachtet wird. Die CO2-Steuer reicht da vermutlich nicht, da stofflich genutzter Kohlenstoff nur eine geringe Menge im Vergleich mit der Nutzung fossiler Rohstoffe zur Energiegewinnung ist.
            Eine zusätzliche Kreislaufsteuer könnte dieses Problem beheben.
            LG Oli

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