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Agrarphotovoltaik - Landwirtschaft mit Photovoltaik kombiniert

Sabine LaBagk Sabine LaBagk  •  2021-02-24  •    10 Kommentare
AgrarPhotovoltaik aus einem Video des Bayerischen Rundfunks
AgrarPhotovoltaik aus einem Video des Bayerischen Rundfunks


Antrags-Code: ID-2021-02-31

Man könnte über landwirtschaftlichen genutzten Flächen Photovoltaik-Anlagen bauen.

Man könnte so zwei Herren dienen. Denn

  1. Man könnte sonnenempfindliche Pflanzen unter die Dächer setzen.
  2. Die Böden würden bei der aktuellen Klimasituation weniger austrocknen.
  3. Gewächshäuser zu Photovoltaik-Anlagen umbauen und damit eine längere Erntezeit erreichen.
  4. Man hätte genügend Energie für den eigenen Hof und könnte eventuell sogar Strom ins städtische Netz speisen.

 

Die Frage ist, wie diese Art der Mischwirtschaft

  1. gesetzlich festschreiben kann.
  2.  Finanziell unterstützt werden kann

 

Diskutiere unten in den Kommentaren

Welche Chancen und Risiken bieten hier vorgestellten Maßnahmen für den Wandel zu einer klimaneutralen Gesellschaft? Welche Herausforderungen müssen berücksichtigt werden?

 

Über den Link "Themen ansehen und bearbeiten" (rechts oben) kannst du weitere Themen diskutieren und Best-Practice-Beispiele liefern.

 

Für den Sektor "Landwirtschaft, Landnutzung und Ernährung" haben wir die Kommentierung beendet.
Die Ergebnisse der Auswertung sind hier zu finden:
https://beteiligung.germanzero.org/Ergebnisse_LW

  • Helmut

    AgriPV ist an sich eine tolle Sache, weil durch die Doppelnutzung der Fläche mehr Ernteertrag (Feldfrüchte und Strom) erzielt werden kann, als durch Landwirtschaft oder Photovoltaik alleine. Aber wir sollten uns keiner Bauernromantik hingeben, die Kartoffeln unter den Solarpanelen werden nicht von Hand geerntet, das Ganze muss auch maschinengerecht und wirtschaftlich sein. Vielleicht ist es auch sinnvoller, unter konventionellen PV-Modulen einfach Schafe weiden zu lassen? Ich würde das den Landwirten selbst überlassen und von Seiten des Gesetzgebers weder verpflichten noch gesondert fördern. Rechtliche und bürokratische Hindernisse sollten aber ausgeräumt werden.

      • Sabine LaBagk
        Sabine LaBagk  •  Verfasser*in  •  2021-02-28 13:20:40

        Grüße Dich Helmut, das, was Du schreibst gilt natürlich für Flächen, die so groß sind wie ganze Dörfer. Machen die denn heute noch Sinn?
        Ist es nicht so, dass die Höfe, welche Nachfolger der alten industriellen Betriebe im Osten unserer Republik die letzten beiden Sommer größere Probleme wegen der Klimaerwärmung hatten?
        Vielleicht ist das, was Du "Bauernromantik" nennst, das andere Extrem davon... Vielleicht gilt es, etwas zwischen den beiden Extremen zu finden. Dann hätten wir auch mehr Qualität auf unseren Tellern.
        In dem Video, das hierfür ausgesucht wurde https://www.youtube.com/watch?v=Gb5B6KlrwAQ fährt ein Traktor ganz bequem unter der PV-Anlage durch und kann das Feld gut bewirtschaften.
        Was meinst Du?

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  • Klaus Vollmann

    Die AgriPV könnte durchaus einen Beitrag zur Lösung der Klimakrise leisten. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass PV nur auf Gebäudedächern bei weitem nicht ausreichend sein wird.
    Ich würde das anfangs in begrenztem Maß subventionieren um die Entwicklung anzuschieben und Erfahrungen zu sammeln.
    Auf Dauer muss sich das aber selber tragen können. Ob eine Kombination aus normaler Ackerfläche und klassischer Freiland-PV wirtschaftlicher ist als AgriPV wird sich zeigen. Da kommt es auch drauf an wie sich die Preise für Agraprodukte und Strom entwickeln.

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  • Hagen

    Solaranlagen auf Agrarflächen sind eine tolle Sache! Ich denke aber, daß der Bearbeitungs-Aufwand relativ hoch ist und einer modernen Landwirtschaft eher abträglich wäre.
    Was aber richtig Sinn macht, wenn wir Grasland für PV-Anlagen freigeben, denn im Rahmen der Agrarwende werden wir uns von den Kühen ohnehin verabschieden müssen. Da wären die Weiden eine tolle Möglichkeit, um Strom zu erzeugen und gleichzeitig Insekten einen Rückzugsort zu bieten!
    Aktuell darf Grasland aber weder umgebrochen, also als Ackerfläche genutzt, noch für PV-Anlagen verwendet werden. Hier brauchen wir Gesetzesänderungen!

      • Sabine (Moderatorin)

        Danke, Hagen,
        es ist der Wahnsinn, was Du für ein Fachwissen für die Ideen hier bringst!
        Könntest Du in diesem Zusammenhang das entsprechende Verbot "Aktuell darf Grasland aber weder umgebrochen, also als Ackerfläche genutzt, noch für PV-Anlagen verwendet werden." an zerolab@germanzero.de schicken? Ich glaube, das müssen wir uns genauer ansehen.
        Danke Dir!
        .............
        Übrigens... Hoffentlich hast Du Deine Benachrichtigungen auf "Mein Konto" so eingestellt, dass diese Plattform jedes Mal eine eMail schickt, wenn Jemand auf einen Kommentar von Dir antwortet *zwinkerblick*.
        Wir freuen uns auf viele Beiträge von Dir!
        Dein Moderations-Team von ZeroLab

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  • Dr. Stephan Martini

    was für eine blöde Idee: solange wir noch genügend versiegelte (Dach-)Flächen haben, die noch nicht mit PV bestückt sind, sollten wir unsere Umwelt nicht mit solchen Anlagen zuballern. Wir sollten in der Landwirtschaft eher zurück zur Natürlichkeit mit Humusaufbau und Permakulturen als eine weitere technische Aufrüstung!

      • Avatar moderator
        Moderator*in #30  •  2021-03-08 09:08:13

        Hallo Herr Dr. Stefan Martini,
        bitte bleiben Sie sachlich und höflich im Ton. Jede hier vorgestellte Idee ist es wert, diskutiert zu werden, auch wenn Sie sie kritisch sehen. Auch Ihre Meinung, dass auf Agro-PV erst zurückgegriffen werden sollte, wenn alle Möglichkeiten auf Gebäuden ausgeschöpft sind, soll hier gern diskutiert werden. Dazu gehört es aber auch, die Alternative sachlich zu beleuchten:
        Welche Instrumente braucht es, um einen möglichst großen Anteil der Dachflächen tatsächlich mit PV-Anlagen zu bestücken? Derzeit ist z.B. auf Mehrparteienhäusern mit Eigentümergemeinschaften PV kaum realistisch umsetzbar. Haben Sie Lösungsvorschläge?
        Welche Kriterien brauchen wir für die Auswahl von Flächen für Freiflächen-PV? Was spricht aus Ihrer Sicht dagegen, Ackerflächen zum Humusaufbau permanent zu begrünen und zugleich mit PV-Anlagen zu bestücken?
        Wir sind gespannt auf Ihre Ideen!

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