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GermanZero: Bonuszahlung bei flächensparendem Wohnen

GermanZero GermanZero  •  2021-02-26  •    22 Kommentare
Wohnen unter einem Dach
Wohnen unter einem Dach


Antrags-Code: ID-2021-02-36

Mit einer Bonuszahlung Anreize schaffen für flächensparendes Wohnen

In Deutschland leben die Menschen auf immer größerem Fuß. Der Wohnraumbedarf beträgt im Durchschnitt derzeit 47 qm pro Person und soll in den nächsten Jahren weiter steigen. Dies führt zu höherem Energie- und Ressourcenverbrauch.

Ein wichtiger Grund für den steigenden Wohnraumbedarf ist die zunehmende Zahl von Haushalten mit wenigen Personen, die zum Beispiel entstehen, wenn Eltern nach dem Auszug der Kinder in einer großen Wohnung oder einem Einfamilienhaus bleiben.(2) 

Die Maßnahme

Für das 1,5-Grad-Gesetzespaket prüft GermanZero die Möglichkeit, einen Anreiz zum flächensparenden Zusammenwohnen zu schaffen. So könnte man eine jährliche Bonuszahlung einführen, die an Personen ausgezahlt wird, die flächensparend wohnen (etwa in Wohngemeinschaften oder in Familien). Um Unterschiede zwischen Stadt und Land zu beachten, wird die Schwelle für Bonuszahlungen auf Grundlage des Durchschnitts des Landkreises ermittelt.

Stellt dies eine sinnvolle Maßnahme dar, um Menschen zu motivieren, flächensparend zu wohnen? Diskutiere unten in den Kommentaren!

Über „Themen ansehen und bearbeiten“ kannst du Ideen zur Finanzierung und zu alternativen Maßnahmen vorstellen.


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  • Nicole

    Ich persönlich mag zwar keine Hochhäuser, aber trotzdem sehe ich auch ein, dass wir in die Höhe denken müssen. Dies gilt auch für die vielen Logistikzentren und sonst. Gewerbe, die sehr viel Fläche versiegeln. Beim Bauen sollte man generell umdenken: Standort, Versiegelung, Baumaterial möglichst naturnah und/oder recycelt, flexibles bauen, damit mit einfachen Mitteln aus einer großen Wohnung/Haus
    2 kleine werden können. Bevor Neubausiedlungen geschaffen werden, sollte die Kommune erstmal die Leerstände in Angriff nehmen (können).
    Generell beim Bauen: inne halten, nachdenken bzw. neu denken und nachhaltig handeln!

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  • Babette (Moderatorin)

    Helmut erwähnt den wichtigen Punkt der Kontrollierbarkeit bzw. die Möglichkeit des Missbrauchs durch Meldung von Personen, die dort gar nicht wohnen. Gibt es Ideen für eine Datenschutz-konforme und mit der Unversehrtheit der Wohnung vereinbare Lösung aussehen könnte?

    Franks Vorschlag wäre einschneidender: Bei einer Besteuerung von zusätzlichem Wohnraum wird tief in Gemeinschaften und Familien eingegriffen. Beispiel älteres Ehepaar in Eigentumswohnung: Was, wenn ein Partner verstirbt, und der verbleibende die Steuer nicht tragen kann? Muss die Wohnung dann verkauft werden, die Witwe/ der Witwer umziehen? Was, wenn eine kleinere Wohnung mit neuem Mietvertrag viel teurer ist als die alte, größere - wie das in Großstädten aktuell normal ist? Was, wenn sich Elternpaare trennen und die Kinder wechselweise bei sich aufnehmen wollen?

    Habt Ihr Ideen, wie solche Härtefälle ohne einen Wust an Ausnahmeregelungen einigermaßen sozial gerecht gelöst werden könnten?

  • Frank_H

    Drehen wir das ganze doch rum und vergeben jeder in einer Wohnung gemeldeten Person eine bestimmte Freifläche an Quadratmetern. Wer darüber hinaus Fläche nutz soll zur Kasse gebeten werden z.B. im Rahmen einer ökologischen Grundsteuer.

      • Christina (Moderatorin)

        Hallo Frank, Danke für Deinen Kommentar. Würdest Du hierbei alle Personen gleich behandeln oder Unterschiede machen? Was ist zum Beispiel mit Personen, die auf einen Rollstuhl - und dadurch auf mehr Platz - angewiesen sind? Was ist, wenn jemand verstirbt und die Wohnung dadurch nun eigentlich " zu groß" ist? Was ist mit Personen, die aufgrund ihres Berufs auf zwei Wohnsitze angewiesen sind? Und sollte es Unterschiede zwischen Stadt und Land oder aufgrund der "Attraktivität" des Raumes geben, z.B. anhand von Quadratmeterpreisen bemessen? Danke schon mal für Deine Kommentare und liebe Grüße, Christina

          • Frank_H

            Es gilt ein abgestimmtes System zu erstellen.
            Fakt ist, dass wir eine hohe Zahl von m² pro Person uns aus Klimagesichtspunkten langfristig nicht leisten können.
            Andere Nationen kommen mit viel weniger zurecht!
            Es muss dabei grundsätzlich niemand gezwungen werden auf die eine oder andere Wohnform zu verzichten.
            Andererseits soll jemand der/die im Einfamilienhaus alleine wohnt und noch ein Ferienhaus besitzt diesen Luxus spürbar bezahlen müssen oder einen anderweitigen Ausgleich bringen da ansonsten der Wunsch von zu vielen für zu viel beheizten Wohnraum bestünde.
            Weiterhin darf das System aber auch nicht zu kompliziert sein. Sonst passiert es wie so oft in Deutschland, dass vor lauter Gerechtigkeit im Einzelfall das Gesamtsystem insgesamt nur von einzelnen Experten durchschaut wird, die sich und ihren KundInnen dann wiederum Vorteile verschaffen können.

  • ElisEck

    lieber keine neuen Steuern und Abgaben, sondern das eigentliche Problem besteuern, nämlich:
    1. versiegelte Fläche: Die Gebühren, die man für Niederschlagswasser bezahlt, berechnen sich (zumindest in unsererer Kommune) nach versiegelter Fläche. Falls das anderswo nicht so ist, müsste man die Abwasserzweckverbände/eigenbetriebe etc. vielleicht per Gesetz zu einer derartigen Preiskomponenten "zwingen", aber ich glaube das ist gar nicht nötig. Das passiert schon aus Eigeninteresse dort und wenn nicht, dann gibt es dafür vielleicht gute Gründe (kommunale Eigenverwaltung)?
    2. Flächenverbrauch an sich: hier können die Kommunen mit der Grundsteuer agieren.
    3. Energieverbrauch durch Heizen der Wohnfläche: Dies sollte über die Energie-/CO2-Steuer abgedeckt werden.
    Ich finde es wichtig, den Menschen nicht vorzuschreiben, wie er sein CO2-Budget einhält. Mancher möchte lieber großflächig wohnen, macht dafür immer nur Campingurlaub am Badesee. Andere fliegen jedes Jahr interkontinental in den Urlaub, begnügen sich aber mit einer kleinen Stadtwohnung usw.

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