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E-Mobilität Reichweitenbeschränkung

Lima Lima  •  2021-03-21  •    5 Kommentare

Antrags-Code: ID-2021-03-55

Steuererleichterung für kleine Reichweiten um Gewicht der Fahrzeuge zu reduzieren.

Es herrscht zur Zeit eine Manie die Reichweite von E-Autos so hoch als möglich zu treiben. Das schadet massiv der Effizienz. In der Praxis zeigt sich, dass hohe Reichweiten aus Angst bevorzugt, aber nicht benötigt werden. Die meisten Menschen kommen mit 100km locker über den Tag. Ich selbst fahre seit über sechs Jahren einen Smart den ich mir von Benzin auf Akku umgebaut habe. Mit 80km Reichweite (weil ich es so wollte) habe ich 99% aller Strecken entspannt meistern können - auch im Winter, wenn es nur noch 60-70km sind. Für gelegentliche Fernfarten ein Auto zu leihen oder den Zug zu nehmen ist immer noch entspannt genug; dieses "Opfer" zu ertragen kann man lernen.

Ein solches Auto im Notfall 10-15 Minuten an einer Schnelladestation wieder fit zu machen (ja, so ein kleiner Akku ist schnell gefüllt), ist kein Grund sich zu fürchten. Ich selbst habe das nie gebraucht.

Eine geringe Reichweite steuerlich anständig zu fördern würde die Fahrzeuge nicht nur deshalb leichter machen, weil der Akku weniger wiegt, sondern auch weil die Konstruktion dem geringeren Gewicht angepasst werden kann - leichtere Träger, Achsen, Knautschelemente, Federn, Bremsen u.s.w.


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  • Mag

    Verkehrsplanung und -lenkung sollte ganzheitlich erfolgen. Aktuell gilt das eigene Kfz immer noch als das Maß der Dinge für jegliche Mobilität. Davon muss abgerückt werden.

    Meine Vision: Lange Strecken werden nicht mit dem Auto zurückgelegt, sondern mit der Bahn. Dazu muss das Bahnnetz ausgebaut und verbessert werden. Auch an kleineren Bahnhöfen stehen den Reisenden dann für die "letzte Meile" kleine, effiziente Car-Sharing-Autos zur Verfügung. Diese brauchen auch keine große Reichweite mehr.

    De aktuelle Hype der E-Autos geht in die falsche Richtung. E-Autos lösen das Platzproblem auf den Straßen nicht, und sie verbrauchen kostbare Energie. Das Ziel muss sein, weniger Energie zu verbrauchen, so dass regenerativ erzeugte Energie für sinnvolle Zwecke eingesetzt werden kann - der Transport einer Person in einem riesigen Fahrzeug gehört auf jeden Fall nicht dazu.

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  • Helmut

    Wo sollte das greifen? E-Autos zahlen ja eh keine KFZ-Steuer. Man könnte vielleicht die staatliche Kaufförderung für leichte E-Autos anheben, dafür für schwere senken. Oder man führt für E-Autos über meinetwegen 1,7 Tonnen Leergewicht wieder eine KFZ-Steuer ein. Aber wie auch immer, eine Reglementierung ist für die gewollte Verbreitung von E-Autos eher schädlich.

      • Lima
        Lima  •  Verfasser*in  •  2021-04-07 18:18:55

        Hallo Helmut,
        Kaufförderung oder wasauchimmer, ist ja egal wo es greift, hauptsache wir nehmen diese Fehlentwicklung nicht einfach hin und warten bis es zu spät ist - worin wir ja Meister sind, man sehe sich auf den Straßen um, welche Autos E-Kennzeichen haben.
        Btw: 1,7 Tonnen sind für ein Auto viel zu viel, solche Gewichte machen nur sehr sehr selten Sinn. Ist nur ein Beispiel, ich weiß, aber es zeigt doch, dass unsere Vorstellungen schon weit von der Realität (oder die Realität schon weit von UNSEREN Vorstellungen) entfernt sind.
        Die "gewollte" Verbreitung von E-Autos ist für mich keine gute Sache per se; es muss schon Sinn machen, und das tut es nicht wenn die Dinger groß und schwer sind. Wir machen immer wieder die selben Fehler, eine gute Idee wird sofort ins Absurde verdreht. Da stehen reihenweise fette PlugIns vor den Bio Märkten, das regeln wir nur mit staatlicher Lenkung. Es gibt eben auch den Punkt, dass die Herstellung von Lithium Akkus von der Umwelt nicht gerade sehr dankbar aufgenommen wird, das müssen wir mitdenken. Es gilt das "vernünftige" E-Auto richtig zu kommunizieren. Dieses Land überlässt immer alles der Wirtschaft und dem Markt - das gilt auch für die SPD und mittlerweile auch für die Grünen; ich wünsche mir deutlich mehr Lenkung von Seiten des Staates - Wirtschaft und Markt verfolgen unsere Interessen NICHT!

        Zitat Harald Lesch:
        „Ich habe Führerschein gemacht im Jahr 1978, da gab es Autos die hatten 45 PS. Gehen sie heute mal irgendwo hin und versuchen ein Auto zu kaufen das noch 45 PS hat – die lachen sie aus. 'Wollen sie stehen oder fahren?' heißt es dann. Als ich nach München kam habe ich gedacht, hier gibt es wahnsinnig viele Förster, weil ich nicht verstehen konnte weshalb alle diese riesigen Schlitten fahren. Es ist sehr viel Egomanismus drin. Wenn wir nach wie vor immer stärker auf diese Kombination gehen: Me myself and I, wenn das alles ist, dann war's das.“

        Genau diesem Me "myself and I" gilt es entgegen zu wirken

          • Helmut

            Den Zweck hab ich durchaus verstanden, mir fehlt nur eine praktikable gesetzgeberische Vorgabe, die den Zweck erreicht, ohne zu viel Verwaltungsaufwand und ohne Menschen davon abzuschrecken zur E-Mobilität zu wechseln.

            Die 1,7 Tonnen waren nur ein willkürliches Beispiel, E-Autos sind zur Zeit halt ein gutes Stück schwerer als Verbrenner.

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  • Sabine (Moderatorin)

    Guten Morgen Lima,
    vielen Dank, dass Du Dich hier mit tollen Ideen einbringst.
    Wenn Du Deinen Vorschlag von den anderen beiden abheben möchtest, hätte ich noch ein paar Tipps für Dich:
    1) Wie richte ich weiterführende Themen zu meinem Vorschlag ein?
    Im Vorschlag oben rechts die Schaltfläche "Themen ansehen und bearbeiten" anklicken.
    Dort kannst Du noch einige, besonders gute Beispiele, Regulierungsmöglichkeiten und soziale Aspekte aufführen. Wenn Du magst, kannst Du auch noch andere Themen hinzufügen.
    Wichtig ist hier, dass Du - wenn Du das Thema schon angeklickt hast - oben rechts die blau umrandete Schaltfläche "Thema bearbeiten" anklickst.
    Hier könntest Du auch den Zusammenhang zwischen Deinem Vorschlag und der Einsparung von CO2-e erwähnen.

    2) Wie füge ich meinem bereits veröffentlichen Vorschlag noch ein Bild hinzu?
    Klicke in Deinem Vorschlag rechts im oberen Drittel auf die blau umrandete Schaltfläche „Dashboard“.
    Im Dashboard ist oben links in gelber Schrift die Schaltfläche „Vorschlag bearbeiten“
    Ändere was auch immer Du willst – Du kannst auch noch ein Bild einfügen.
    Dann sind die nächsten Schritte eigentlich ganz klar und intuitiv…

    Das ZeroLab-Moderationsteam freut sich über Beiträge!
    Viele klimafreundliche Grüße
    Sabine

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Keine definierten Meilensteine vorhanden