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Finanzielle Anreize um Leistungsspitzen und -täler der Erneuerbaren zu kappen

Riana Riana  •  2021-04-12  •    28 Kommentare

Antrags-Code: ID-2021-04-67

Strom verschenken, wenn es zuviel grünen Strom gibt - Strompreis verdoppeln, wenn es zuwenig grünen Strom gibt

Das Problem der Erneuerbaren ist, dass sie nicht planbar sind. Es gibt Zeiten mit zuviel grünem Strom und Zeiten mit zuwenig grünem Strom. Um dieses Problem zu lösen, bräuchte man Stromspeicher oder man verringert das Problem durch marktwirtschaftliche Anreize.

Konkret: Wenn das Angebot größer als die Nachfrage ist, sollte der Strom verschenkt werden. Das ist besser, als Geld zu bezahlen, für die Stromabnahme oder Windräder abzustellen. Wenn jedoch das Angebot kleiner ist als die Nachfrage, dann sollte sich der Strompreis verdoppeln. Dies wäre ein spezieller Stromtarif der alternativ zum konstanten Strompreis von allen Privathaushalten gewählt werden kann.

Ich verhalte mich heute schon so, dass ich gezielt bei Sonnenschein die Wasch- oder Spülmaschiene laufen lasse + Akkus lade, statt nach Sonnenuntergang; unabhängig davon, ob meine eigene Solaranlage diesen Strom produziert oder irgendein Nachbar. Ich mache das ohne dass ich einen finanziellen Vorteil davon habe, sondern einfach nur, weil ich überzeugt bin, dass wir uns zu 100% mit grünem Strom in Deutschland versorgen können, ohne Grünstrom zu importieren. Die meisten Menschen verhalten sich jedoch nur so, wenn sie einen finanziellen Vorteil davon haben und diese Tatsache sollte genutzt werden.

Es gibt immer mehr Akkus in den Haushalten: E-Bike, Handy, Laptop, Saugroboter, Rasenmähroboter, Akkuheckenschere, usw. Dazu kommen natürlich die Großverbraucher E-Auto und Stromspeicher der PV-Anlagen. Wenn alle diese Akkus primär geladen würden, wenn zuviel grüner Strom erzeugt wird, dann müßten sie weniger oft geladen werden, wenn gerade zu wenig Grünstrom vorhanden ist.

Ich habe leider keine konkreten Zahlen, wieviel das ausmachen würde, aber ich bin mir sicher, dass es einen Effekt hat, da es genau dort ansetzt, wo die größte Schwäche vom grünen Strom liegt.

In Zukunft gäbe es für jeden Stromkunden zwei Alternativen:

a) konstanter Strompreis wie bisher

b) wie a) + zusätzlich Strom zum doppelten Preis oder kostenlos

Für den Sektor "Energie" haben wir die Kommentierung am 22. April beendet. Die Ergebnisse werden jetzt für die weitere Gesetzesarbeit ausgewertet.

  • Konstantin

    Nach meiner Wahrnehmung wird darüber schon sehr lange gesprochen, aber es ist viel Hardware und viel Investition nötig, jeder Stromzähler müsste ausgetauscht werden und die Endgeräte wie Spühlmaschiene/Waschmaschiene müssen ja auch irgendwie das Signal empfangen können, dass sie jetzt loswaschen sollen, müssen also wahrscheinlich auch ausgetauscht werden.
    Eine Umstellung würde also mindestens 10-20 Jahre dauern. Ein Gesetz sollte also vor allem langfristige Weichen stellen, damit die jetzt verkauften Geräte/Neubauten/Sanierungen darauf vorbereitet sind.

    In der Zwischenzeit sollten die teils auf dem Strommarkt heute bereits negativen Stromkosten bei zu viel Sonne/Wind an den Endkunden weitergereicht werden in form einer monatlichen Rückzahlung von meinem Stromanbieter. Das ergäbe zwar keinen Anreiz zum individuellen Strom sparen, aber würde allen Kunden von grünem Strom immerhin ein positives Erlebnis durch die erneuerbaren Energien bringen, das sie jeden Monat auf ihrer Stromrechnung sehen.

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