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Regionale Grünstromnutzung fördern zur Erhöhung des Ökostromanteils im Netz

STROMDAO STROMDAO  •  2021-04-15  •    6 Kommentare
Darstellung des GrünstromIndex
Darstellung des GrünstromIndex


Antrags-Code: ID-2021-04-72

Der GrünstromIndex zeigt den tatsächlichen Anteil physikalischen Ökostroms im regionalen Netz an - dadurch haben Verbraucher die Möglichkeit zu entscheiden, ob sie ihre variablen Lasten verschieben.

In der Energiebranche wird das Demand-Side-Management als eine Lösung angesehen um die volatilen Energieträger (Solar, Wind, Wasser, Biomasse) größtmöglich auszunutzen. Das bedeutet, dass sich der Verbrauch dem Angebot an regional verfügbarem Ökostrom anpasst. Mit dem GrünstromIndex ist eine örtlich angepasste Prognose möglich, sodass flexible Verbraucher (beginnend mit der Waschmaschine bis hin zu E-Autos oder Wärmepumpen) zeitlich in die "grünen" Stunden verschoben werden können. Dadurch, dass der lokale Bedarf sich dem lokalen Angebot anpasst, ist es möglich, dass weniger Erneuerbare Energieanlagen abgeschaltet werden müssen, wenn "zu viel" Strom im Netz verfügbar wäre. Denn lokal gesehen muss die Netzfrequenz stabil bleiben und gerade die Erneuerbaren Energieträger können von Netzbetreibern schnell hoch- und runtergefahren werden. 

Durch den dezentralen Energiehandel identifiziert sich der Kunde mit seiner Stromherkunft - sowohl örtlich als auch aus welchen Quellen sein Strom gerade kommt. Daher ist Strom nicht mehr ein fiktives Produkt, welches immer aus der Steckdose kommt, sondern die Herkunft von Ökostrom gewinnt an Bedeutung. 

Aus Sicht der Klimakrise ist der GrünstromIndex ebenfalls ein wirksames Instrument, die CO2-Emissionen bei der Stromnutzung zu minimieren. Denn, obwohl bei der Erzeugung von Ökostrom (abgesehen von der Produktion der Erzeugungsanlagen) keine CO2-Emissionen anfallen, so entstehen jedoch bei jeder Nutzung einer kWh 35g CO2-Emissionen aus Netzverlusten. Daher ist auch die individuelle Stromherkunft relevant, denn je geringer die Netzstrecke zwischen Erzeugung und Verbrauch, desto weniger CO2-Emissionen werden freigesetzt. 

Dokumente (2)

Für den Sektor "Energie" haben wir die Kommentierung am 22. April beendet. Die Ergebnisse werden jetzt für die weitere Gesetzesarbeit ausgewertet.

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