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Radverkehr fördern, Radinfrastruktur ausbauen

Mag Mag  •  2021-04-17  •    9 Kommentare
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Antrags-Code: ID-2021-04-73

Konsequenter Ausbau einer Radverkehrsinfrastruktur mit sicheren Radwegen und Radschnellwegen, Etablierung des Fahrrads als bevorzugtes Verkehrsmittel für kurze und mittlere Strecken

In den letzten Jahrzehnten orientierte sich die Verkehrsplanung am Auto. Das Fahrrad wurde zunehmend zum Freizeit- und Sportgerät. Radwege werden deshalb meist im Hinblick auf Freizeitgestaltung geplant.

Mehr als ein Viertel der privaten CO2-Emissionen werden durch den Verkehr verursacht. Vor diesem Hintergrund hat das Fahrrad einschließlich E-Bike und Pedelec eine normes Potential, den Energieverbrauch des Individualverkehrs zu senken. Um im Alltag Fahrrad fahren zu können, ist eine entsprechende Infrastruktur erforderlich. Deshalb ist ein konsequenter Aufbau einer Radverkehrsinfrastruktur erforderlich.

Bislang scheitert der Aufbau einer Radverkehrsinfrastruktur vielfach daran, dass Städten und Gemeinden das Personal fehlt, um bereitgestellte Fördergelder abzurufen.

Sicheres Radfahren in Städten

Innerorts muss sicheres Radfahren möglich sein. Straßen und Wege sowie Kreuzungen müssen so umgestaltet werden, dass Fahrräder Vorrang vor dem Autoverkehr haben. Verkehrsplanung muss sich an Fußgängern und Radfahrern orientieren.

Da in Städten der zur Verfügung stehende Raum begrenzt ist, ist eine Umverteilung der Verkehrsflächen unvermeidbar. Gleichzeitig muss die Zahl der Autos verringert werden.

Ausbau eines Radschnellwegenetzes

Über Radschnellwege werden Orte miteinander verbunden. Gut ausgebaute Radschnellwege fördern den Radverkehr, weil man darauf zügig und gefahrlos fahren kann. Radschnellwege sind insbesondere für Pendler interessant, die heute einen großen Teil des Verkehrs ausmachen.

Mit der Bereitstellung einer Radinfrastruktur steigt auch der Anreiz, das Fahrrad für alltägliche Fahrten zu nutzen, etwa zum Einkaufen, für den Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Sportverein.

 

Für den Sektor "Verkehr" haben wir die Kommentierung am 3. Mai beendet. Die Ergebnisse werden jetzt für die weitere Gesetzesarbeit ausgewertet.

  • Bea Heinz

    Mir wäre es total wichtig, dass für Rad-schnell-wege keine Bäume, Bäche oder sensible Ökosysteme beseitigt oder beschnitten werden. Ich halte es für absurd, wenn für einen Radweg Bäume gefällt werden (geschehen in meiner Stadt) ! Auch wenn Ausgleiche erfolgen müssen. Diese sind oft ein Witz oder gar keiner. Das ist ein eigenes, wichtiges Thema: Ausgleichspflanzungen für gefällte Bäume. Es sollten dafür Straßen schmaler gelegt werden.

      • Mag
        Mag  •  Verfasser*in  •  2021-04-30 07:30:12

        Hallo Bea,
        Mit der Fällung von Bäumen für Radwege wird gerne Stimmung gemacht, und in der Presse mutieren Landschaftsschutzgebiete zu Naturschutzgebieten. Bäume, die aus Altersgründen ohnehin in den nächsten paar Jahren gefällt werden müssen, werden als schützenswert bezeichnet - während ein paar Kilometer weiter für Umgehungsstraßen Fakten geschaffen werden, ohne dass irgend jemand darüber berichtet - so geschieht es gerade in meiner Nachbarstadt.
        Hier wird mit zweierlei Maß gemessen, und zwar stets zum Nachteil des Radverkehrs. Infolgedessen steigen die Menschen eben nicht aufs Rad um, und protestieren sogar gehen Radverkehr.

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  • Harald Kurzweil

    Endlich Flächengerechtigkeit mit Vorrang für gemeinnützige Mobilitätsformen als gesetzliche Vorschrift in die entsprechenden Regelwerke.
    So dass Verkehrsflächen für gemeinschädliche verletzungsträchtige und tödliche Mobilitätsformen stark verkleinert werden. Also überall echte Radschnellwege ohne Fußgänger in allen Städten. Fahrzeuge die schwerer sind als 50kg fahren nur noch mit GPS-gesteuerter Geschwindigkeitsbegrenzung 30/80/100.

      • Mag
        Mag  •  Verfasser*in  •  2021-04-24 23:00:51

        Echte Rad- und Radschnellwege!
        Leider kenne ich so gut wie keine echten Radwege, sondern nur Fußwege mit Benutzungspflicht für Radfahrer. Radfahrer haben auf diesen Wegen auf die Fußgänger Rücksicht zu nehmen.
        Diese Kombi-Wege sind KEINE Radwege, sondern zwingen Radfahrer in den Schleichgang und sind damit nicht geeignet, Fahrradmobilität zu unterstützen.
        Rad- und Radschnellwege sollten ÜBERALL sein, also auch in ländlichen Gegenden. Denn gerade hier fallen unglaublich viele kurze Autofahrten an. Weil es so gut wie keine Infrastruktur gibt, werden so gut wie alle Wege mit dem Auto gemacht, egal wie kurz der Weg ist. Die Karre steht ja vor der Tür...

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  • Gabi13

    Hindernisfreie, stetig verlaufende und in meine Fahrtrichtung verlaufende Radwege, die ihren Namen auch verdienen, können einladend wirken. Allein sie reichen nicht aus, um Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad zu animieren. Entscheidend ist die gesamte Architektur der Straßen und Plätze. Die Infrastruktur muss selbsterklärend sein. Ausreichende Überholabstände müssen bei der Planung berücksichtigt werden. "Eingebaute Rücksichtslosigkeit" (Radfahrer auf Schutzstreifen ohne Sicherheitsabstand neben LKW links und Stehzeugen rechts) wie sie auf Bildern der bisher planenden zu finden sind, muss ausgeschlossen werden. Ingenieure müssen die StVO zu Grunde legen. Fahrrad- und Helmpropaganda müssen geächtet werden. Unfallberichterstattung neutral sein. "Ermessensspielräume" und Nichtverfolgung von Ordnungs- und Straftaten müssen der Vergangenheit angehören. Gehwege müssen ihrem eigentlichen Nutzungszweck gerecht werden. Weite Auto-Kurvenradien zurück bauen, Verringerung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit.

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