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Neustart in der Energiepolitik: mehr vor Ort - weniger Import

Inge Inge  •  2021-04-18  •    1 Kommentar

Antrags-Code: ID-2021-04-76

Wir brauchen SOFORT einen neuen Ordnungsrahmen mit Anpassung aller Abgaben, Umlagen und Regularien. Wir brauchen wieder Akteursvielfalt, wollen keine Remonopolisierung. Basis ist der zelluläre Ansatz

Wir brauchen einen Neustart in der Energiepolitik!

 

Die Energiewende wurde von den VIELEN vorangetrieben, so dass inzwischen unser Stromsystem kein rein zentrales fossiles System mehr ist, sondern zu 50% erneuerbare Quellen nutzt und eine hohe Akteursvielfalt aufweist.

 

Um das gesamte Energiesystem inclusive Verkehr- und Wärme-Sektor zu wandeln, benötigen wir nun eine vielfache Überbauung von Sonnen und Windstrom gegenüber dem heute Erreichten.

 

Der wichtigste Baustein der deutschen Klima- und Energiepolitik muss somit der erhebliche Zubau von eigenen Stromerzeugungskapazitäten (Wind und Sonne) in der Fläche sein, sowie der Speicherzubau. Dann folgen als nächste Schritte die zunehmende Elektrifizierung von Verkehr und die Speicherung von erneuerbarem Strom in Form von erneuerbaren Gasen. Schnelle dezentrale Stromerzeuger wie BHKW können Residuallast - also den Bedarf bei fehlendem Wind und Sonne - bereitstellen und stabilisieren schon heute die Netze. 

 

BürgerInnen, Kommunen, Genossenschaften und neuere Akteure waren bis vor etwa 5 Jahren noch die wesentlichen Treiber des EE-Ausbaus gegen den Widerstand von 4 großen EVUs. Heute sind die "Großen" mit eingestiegen. Nun leiden die VIELEN neueren Akteure unter einem Bürokratie-Monster, sie werden ausgebremst und sind einer Überkompliziertheit ausgesetzt. Bedingungen wurden rückwirkend verschlechtert - ohne Vertrauensschutz.

So bleiben wir unter unseren Möglichkeiten.

 

Wir brauchen SOFORT einen neuen Ordnungsrahmen mit Anpassung aller Abgaben, Umlagen und Regularien und eine neue und verlässliche Förderstruktur.  

Unser gesamtes Energiesystem der Zukunft ist nicht mehr zentral und fossil, sondern erneuerbar und mit vielen kleinen vernetzten Einheiten als zelluläres System aufgebaut: auf der untersten Netzebene werden Erzeugung und Verbrauch schlau ausregelt.

Der Stand der Technik und die Vernetzung machen es möglich.

 

Wir wollen weiterhin die VIELEN - ausgehend von den Kommunen - in den Mittelpunkt unseres neuen Energiesystems stellen, wir wollen den Prosumer -Ansatz stärken. Wir wollen keine Remonopolisierung weder bei den Netzen, noch bei den Daten, noch bei den Importen von Wasserstoff zulassen.

Für den Sektor "Energie" haben wir die Kommentierung am 22. April beendet. Die Ergebnisse werden jetzt für die weitere Gesetzesarbeit ausgewertet.

  • Amy YANG (Moderatorin)

    Liebe Inge, Vielen Dank für deinen Vorschlag. Ich stimme dir zu, dass wir ein erneuerbares und dezentrales Energiesystem brauchen. Hast du vielleicht auch ein paar Ideen, auf welche eventuelle Hindernisse wir stoßen und wie wir sie umgehen können, um das Ziel zu erreichen? Die ausführliche Informationen könntest du unter "Verwandte Inhalte" hinzufügen.

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